15 weitere Italiener noch in Israel
Nicht alle Beteiligten konnten bislang ausreisen: 15 Italiener bleiben weiterhin in Israel, da sie den freiwilligen Entlassungsschein nicht unterschrieben haben. Laut Außenminister Antonio Tajani sollen sie in den kommenden Tagen gerichtlich abgeschoben werden.Anzeigen in Rom – schwere Vorwürfe
Die italienische Delegation der Flotilla hat inzwischen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Rom erstattet – wegen des Festsatzes der Schiffe und eines Drohnenangriffs in internationalen Gewässern. Vertreter der Bewegung sprechen von einem „willkürlichen Freiheitsentzug“, da keine Straftaten vorgelegen hätten.Bei einer Pressekonferenz in Rom berichteten mehrere Teilnehmer, darunter auch Abgeordnete verschiedener Parteien, von harten Haftbedingungen: Es habe Verhöre, Durchsuchungen und keinen Zugang zu Rechtsbeistand gegeben.
Kritik und politische Spannungen
Die Rückkehr sorgt auch innenpolitisch für Diskussionen. Während linke Abgeordnete das Vorgehen Israels scharf kritisieren, werfen Vertreter der Regierung der Flotilla politische Instrumentalisierung vor.Einige Rückkehrer schilderten, sie seien in Haft erniedrigt, geschlagen und beleidigt worden. Auch Greta Thunberg, die an der Mission teilnahm, berichtete laut Medien über schlechte Haftbedingungen.
Während die Heimgekehrten in Italien wieder frei sind, setzen weitere Schiffe der „Freedom Flotilla“ ihre Fahrt Richtung Gaza fort. Die diplomatischen Spannungen halten an.

