Samstag, 4. April 2026

19 neue Assistenten lindern Personalmangel im Justizwesen

Das Justizwesen in Südtirol ächzt schon seit vielen Jahren unter akutem Personalmangel. Um Abhilfe zu schaffen, wurde zwischen Dezember 2025 und Jänner 2026 ein Wettbewerb für die Aufnahme von Verwaltungspersonal in den Gerichtsämtern und Friedensgerichten in Bozen durchgeführt, nun genehmigte die Regionalregierung die Rangordnung des Wettbewerbs.

Das Landesgericht in Bozen (Archivbild). - Foto: © Erika Gamper

Vorausgegangen war die Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs im Juni 2025 zur Einstellung von 15 Stellen im Berufsbild Gerichtsassistent/Gerichtsassistentin bei den Gerichtsämtern in Bozen und sechs Stellen im Berufsbild Assistent/Assistentin bei den Friedensgerichten in der Provinz Bozen.

Unterm Strich wurden bei den Prüfungen 19 Kandidaten für geeignet erklärt – davon elf Angehörige der deutschen und acht Angehörige der italienischen Sprachgruppe.

„Effizienz und schnelle Abwicklung“

In seiner Eigenschaft als Präsident der Regionalregierung kommentierte Arno Kompatscher: „Die Stärkung des Gerichtspersonals bleibt ein vorrangiges Thema für unsere Verwaltung. Die Einstellung dieser neuen Assistenten und Assistentinnen ist ein konkreter Schritt, um den Bürgern Effizienz und eine schnelle Abwicklung der Dienstleistungen zu gewährleisten und die volle Funktionsfähigkeit der Gerichtsämter in einem Gebiet sicherzustellen, in dem die Zweisprachigkeit eine grundlegende Säule des zivilen Zusammenlebens ist.“

Man sei bestrebt, weiterhin in das Humankapital zu investieren, um die Arbeitsbelastung zu verringern und die Qualität der Justiz zu verbessern. Immer wieder wurde der Personalmangel an Südtirols Gerichten beklagt, darauf hingewiesen hatte etwa bei der Jahresbilanz 2025 auch der Leitende Staatsanwalt Axel Bisignano.

stol

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden