Stolze neun Tonnen Pyrotechnik und atemberaubende Spezialeffekte ließen anschließend Schaulustige im Hafenviertel von Sydney und vor TV-Geräten mehr als zwölf Minuten lang staunen. Von der Harbour Bridge flossen Kaskaden aus Licht, auch rund um das Sydney Opera House erleuchteten bunte Flammen und Feuerwerkskörper den Himmel.
Neuseeland begrüßte bereits um 12 Uhr MEZ den Jahreswechsel mit einem großen Feuerwerk am Sky Tower in der größten Stadt Auckland. Auch Tonga und Samoa starteten da schon in 2026. Asiatische Staaten wie Indonesien begrüßten Stunden später mit Feuerwerk und großen Feiern in den Städten das Jahr 2026. In Peking feierten die Menschen an der Großen Mauer.
Spektakuläre Lichtshows fanden auch in vielen asiatischen Städten statt, so etwa in der Glitzermetropole Singapur, Dubai, Busan (Südkorea) oder Bangkok. Hongkong begann das neue Jahr hingegen ohne das traditionelle Silvester-Feuerwerk über dem Victoria Harbour. Die Behörden hatten die Großveranstaltung nach einem schweren Brand in einem Wohngebäude mit mindestens 160 Toten Ende November abgesagt.
Sechs Stunden nach Österreich startet dann der wohl bekannteste Countdown der Welt: In New York wird der Times-Square-Ball, der an einem 43 Meter hohen Mast herabgelassen wird, den Start ins neue Jahr einläuten. Der historische „Ball Drop“ wird immer von Millionen Menschen weltweit verfolgt. Die Vereinigten Staaten feiern 2026 den 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung. Deshalb wird die Kugel in diesem Jahr gleich zweimal fallen und in den Farben der Nationalflagge - Rot, Weiß und Blau - erstrahlen.
26 Stunden dauert es insgesamt, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird schließlich der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüßt - zwölf Stunden nach Österreich, wo in Wien wieder der traditionelle Silvesterpfad stattfand.
Der Andrang zum Wiener Silvesterpfad war am Mittwoch sehr groß. Kurz vor Mitternacht wurde das gesamte Veranstaltungsareal für weitere Gäste gesperrt, weil es zu einer vollen Auslastung gekommen war. Ein positives Resümee zog damit die Stadt Wien mit Ende der Veranstaltung um 2.00 Uhr früh. Die Stimmung entlang der Bühnen in der Innenstadt sowie im Prater sei „ruhig, unaufgeregt und friedlich“ gewesen.
Mehr als Hunderttausend Menschen feierten unterdessen zum Glockenschlag von Big Ben in London den Jahreswechsel. Bei eisigen Temperaturen versammelten sich die Feiernden in einem abgesperrten Bereich am Themseufer gegenüber vom Riesenrad London Eye, um das Feuerwerk anzuschauen. Das 15-minütige Spektakel soll laut dem öffentlichen Rundfunksender BBC mit 12.000 Feuerwerkskörpern das größte in Europa gewesen sein.
Auch in der französischen Hauptstadt Paris feierten Hunderttausende Menschen wieder auf den Champs-Élysées. Am Arc de Triomphe gab es eine Lichterschau und um Mitternacht ein großes Feuerwerk. Das Spektakel, das neben Hauptstadtbewohnern auch viele Touristen anlockte, verlief nach einer ersten Bilanz weitgehend friedlich.
Ausgelassene Feiern, aber auch Angriffe auf Polizei und Brände in Deutschland: Um Mitternacht lagen sich Menschen in den Armen, prosteten sich zu. Die Feierlichkeiten werden begleitet von einem Großaufgebot der Polizei - als Konsequenz auf Angriffe auf Einsatzkräfte zu Silvester in den Vorjahren. Allein in Berlin gab es bis 1.00 Uhr mehr als 300 Festnahmen.
In den Niederlanden verlief der letzte Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt sind, unruhig. In etlichen Städten musste die Polizei in der Silvesternacht wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. Es gab Gebäudebrände, Verletzte und Festnahmen.

