Mittwoch, 11. März 2026

6 Tote bei Busbrand in der Schweiz: Täter hatte wohl psychische Probleme

Das tödliche Feuer in einem Schweizer Linienbus ist nach Angaben der Behörden mutmaßlich von einem psychisch labilen Mann ausgelöst worden. Die Tat habe keinen ideologischen Hintergrund, so die Polizei. Bei dem Inferno in Kerzers in der Nähe von Bern starben sechs Menschen, fünf Personen wurden verletzt.

Bei dem Busbrand kamen sechs Menschen ums Leben. - Foto: © APA / LAURENT MERLET

Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in der Hand in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten, sagte Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin in einer Pressekonferenz. Plötzlich habe sich der etwa 60-jährige Schweizer mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann unter den Todesopfern ist.

Die Ermittler stehen laut Bourquin in Kontakt mit der Familie des Mannes. Er werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft gelebt habe und psychisch gestört gewesen sei, sagte Bourquin.

Der mutmaßliche Brandstifter sei zuvor eher im medizinischen Bereich als im Bereich der Strafverfolgung bekannt gewesen, erklärte er. Die Behörden schließen einen terroristischen Hintergrund aus, hieß es bei der Pressekonferenz, an der Vertreter des Kantons, der Polizei und der Justiz teilnahmen.

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dpa