Donnerstag, 4. September 2025

ABSTIMMUNG: Fühlen Sie sich sicher, wenn Sie abends das Haus verlassen?

Eine Erhebung des Landesinstituts für Statistik (Astat) zeigt deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung von Sicherheit in Südtirol. 68 Prozent der Befragten fühlen sich abends allein auf der Straße sicher, 16 Prozent wenig und sieben Prozent gar nicht. Neun Prozent verlassen bei Dunkelheit nie das Haus – unter Frauen liegt der Anteil mit elf Prozent fast doppelt so hoch wie bei Männern.

Jede neunte Frau verlässt bei Dunkelheit nie das Haus. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Generell zeigen Frauen eine deutlich höhere Unsicherheit (STOL hat berichtet – hier die gesamte Studie).

Nur 57 Prozent fühlen sich sicher, bei Männern sind es 79 Prozent. 21 Prozent der Südtirolerinnen empfinden wenig Sicherheit, elf Prozent gar keine.

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Auch der Wohnort prägt die Wahrnehmung. In kleinen Gemeinden fühlen sich 71 Prozent sicher, in Bozen nur 59 Prozent. Ein Drittel der Stadtbevölkerung fühlt sich wenig oder gar nicht sicher. Astat folgert, dass die gefühlte Sicherheit mit zunehmender Gemeindegröße sinkt.

Zudem beobachten die Menschen vermehrt Anzeichen von Verwahrlosung. Landesweit berichten 20 Prozent von Obdachlosen und 17 Prozent von Vandalismus. In Bozen liegen die Werte mit 45 bzw. 31 Prozent weit höher, ebenso beim Drogenproblem. Seit 2009 nehmen Beobachtungen von Obdachlosigkeit und Drogen zu, Vandalismus bleibt relativ konstant.

Das tatsächliche Kriminalitätsrisiko stufen 76 Prozent als gering ein, 18 Prozent als hoch. In Bozen liegt der Wert deutlich über dem Landesschnitt. Zeitreihen zeigen: Das Empfinden schwankt mit äußeren Einflüssen – 2015 erreichte es im Kontext europäischer Terroranschläge den Tiefpunkt, 2023 stieg die Unsicherheit erneut an.

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stol