„Es ist von grundlegender Bedeutung, dass jeder einzelne Bürger und jede einzelne Bürgerin die Alarmierungssignale des Zivilschutzes und die damit verbundenen Verhaltensweisen kennt“, unterstreicht Klaus Unterweger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz. Deshalb führe man regelmäßig eine solche Aktion durch.
Beim Probealarm anlässlich des gestrigen Welttages der Katastrophenvorbeugung wurde in der Landesagentur für Bevölkerungsschutz der interne Ablauf durchgespielt und die gesamte Technik überprüft: Ab 9.30 Uhr wurde das Lagezentrum besetzt, die neun Bezirkseinsatzzentralen der Freiwilligen Feuerwehren, das Landeswarnzentrum, die Landesnotrufzentrale und die Landesverkehrsmeldezentrale waren per Video zugeschaltet.
So läuft es im Ernstfall
Geht eine Anfrage zur Auslösung eines Zivilschutzalarms ein, informiert die Berufsfeuerwehr die Landesnotruf- und die Verkehrsmeldezentrale. Das Passwort zur Auslösung des Alarms übergibt die Berufsfeuerwehr der Landesnotrufzentrale, wo der Disponent am Computer den Alarm auslöst. Über die Verkehrsmeldezentrale wird die Meldung des Bevölkerungsinformationssystems BIS an Radiosender und Fernsehstationen übermittelt. Die Mitteilungen des Bevölkerungsinformationssystems werden auch über das Südtiroler Bürgernetz sowie mittels Push-Meldungen über die App Wetter Südtirol verbreitet.So ertönte gestern um 10.09 Uhr landesweit über sämtliche Sirenen im Land der Zivilschutzalarm, kurz darauf wurde die Meldung über Radios und im Fernsehen ausgestrahlt mit dem Inhalt, dass sich der Südtiroler Zivilschutz in einer Übung befindet und dass der soeben gehörte Sirenenton im Ernstfall „Zivilschutzalarm“ bedeutet.
Diese Meldung wird nicht unmittelbar nach dem Ertönen der Sirene gesendet, um den Personen im Ernstfall Zeit zu geben, sich in ein Gebäude zu begeben, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten und Radio oder Fernsehgerät einzuschalten. „Bei uns hat alles bestens geklappt, über Radio und Fernsehen“, berichtet der Direktor der Rundfunkanstalt Südtirol RAS, Georg Plattner. Gegen 10.50 Uhr war die Übung abgeschlossen.
In der Notrufzentrale gingen während der Übung 32 Anrufe ein, die nach dem Grund des Sirenenalarms fragten, berichtet Koordinator Paolo Berenzi. Diese Anzahl lässt darauf schließen, dass die vorab erfolgte Information der Bevölkerung Wirkung gezeigt hat.

