Samstag, 6. Dezember 2025

Alfons Heidegger: Das Erbe eines Jägers

„Man hat zu mir gesagt: ,Schreib einfach drauflos‘, und das habe ich gemacht.“ Es wurde ehrfürchtig mucksmäuschenstill in der Stube des Restaurants Paulser Hof in St. Pauls, als Alfons Heidegger die Stimme erhob. Er, die Ikone der Südtiroler Jagdkultur.

Alfons Heidegger, eine Institution in der Südtiroler Jägerwelt, hat sein neues Werk „Das Erbe eines Jägers“ vorgestellt. Im Bild (von links): Elmar Thaler, Andreas von Lutterotti, Benedikt Terzer, Elke Morandell, Luis Durnwalder, Gerhard, Alfons und Günther Heidegger, Wolf Schröder, Lisa Plattner, Angelika Schröder, Markus Moling, Günther Rabensteiner und Gerhard Pernter.

Und dann präsentierte Heidegger sein „Drauflos-Schreiben“: das Buch „Das Erbe eines Jägers“, 156 Seiten dick, mit vielen wunderbaren Bildern, im Effekt!-Verlag erschienen. In diesem schildert der Grandseigneur der Südtiroler Jagdwelt Erinnerungen, Erfahrungen und Erkenntnisse aus über acht Jahrzehnten. Und erzählt von seiner Leidenschaft für Jagd und Natur.

In Zeitraffer und Stichworten: Alfons Heidegger, Jahrgang 1941 und als jüngstes von elf Kindern am Plankhof in Ritzail (Gemeinde Freienfeld) geboren; seit über 60 Jahren in Kaltern zu Hause; Vater von zwei Söhnen – Günther und Gerhard; erster Landesjagdaufseher Südtirols, Leiter der Jägerschule Hahnebaum in Passeier, Mitglied des Landesjagdausschusses und der Jägerprüfungskommission. Autor von Standardwerken über das Waidwesen und Pflichtlektüre für alle angehenden Jungjäger. Seine Philosophie (und dabei zitierte Alfons Heidegger aus seinem neuesten Buch): „Die Jagd ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Landes, unserer Heimat. Und dies soll sie auch bleiben. Und vielleicht kann mein Erbe ein ganz klein wenig dazu beitragen.“

Zahlreiche Ehrengäste

Bei der kleinen, feinen Buchpräsentation von „Das Erbe eines Jägers“ verneigten sich Gäste und Freunde vor dem Gastgeber: Andreas von Lutterotti, Sohn des langjährigen Landesjägermeisters und Heideggers Förderers und Wegbegleiters, Ludwig von Lutterotti, Kanonikus Markus Moling, Regens der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, begeisterter Naturfotograf (von ihm stammt der Großteil der Bilder in dem Buch) sowie begnadeter Durnwalder-Imitator (gab eine witzige Kostprobe davon), „Original“ Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesjägermeister Günther Rabensteiner, Heideggers langjähriger Freund Wolf Schröder (mit Ehefrau Angelika), Professor für Wildbiologie und Wildtiermanagement an der TU München, der am Buch mitgeschrieben hat, sowie Benedikt Terzer, Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes. Ebenso: Elmar Thaler, Gerhard Pernter und Lisa Plattner vom Neumarkter Effekt!-Verlag sowie Ulrike Raffl vom Jagdverband.

Viele Komplimente

Beim Blättern im Buch gab es an den Tischen viele „Ah's“ und „Oh's“ und „Schau!“ zu hören. Und natürlich Komplimente für Autor Alfons Heidegger. Luis Durnwalder: „Dieses Buch sensibilisiert für die Jagd und lässt uns teilhaben an ihrer Tradition, Geschichte und Kultur.“ – Günther Rabensteiner: „Das Buch ist ein wertvolles Dokument, das die Jagd so widerspiegelt, wie sie sein sollte.“ – Benedikt Terzer: „Das Werk einer Institution für uns junge Jäger.“ – Elmar Thaler: „Ein wertvolles Buch für nachfolgende Generationen.“ Für Jäger, Naturfreunde und alle, die den Einklang von Mensch, Tier und Landschaft schätzen. Alles selbst erlebt, gesehen, erfahren. Kein Jägerlatein – versprochen.

Der Abend im Paulser Hof klang mit einem herzhaften Abendessen aus. Hausherrin Elke Morandell servierte natürlich Wildgerichte – unter anderem Wildleberknödel, Ravioli mit Rehfüllung und Hirschgulasch mit Spätzle.

stol

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