Dass nun auch in Südtirol Fälle auftreten, sei nicht überraschend, betonte Zambotto. In den Nachbarregionen gebe es bereits seit Längerem Nachweise. „Die neuen Befunde waren absehbar, weil wir von infizierten Gebieten umgeben sind.“
Der Landesrat für Landwirtschaft Luis Walcher ruft zu Besonnenheit auf: „Es gilt, mit Ruhe und Entschlossenheit vorzugehen. Wir setzen auf gezielte Überwachung, klare Information und Unterstützung für die betroffenen Betriebe.“ Ziel sei es, die Gesundheit der Tiere zu sichern und die Folgen für die Landwirtschaft möglichst gering zu halten.
Für die Behörden hat der Ausbruch auch einen Nebeneffekt: Bisher mussten Tiere, die aus infizierten Regionen zurückkehrten, vorsorglich geimpft oder streng kontrolliert werden. Diese Pflicht entfällt nun, solange die Krankheit auch in Südtirol festgestellt wird. „Das ist zumindest ein praktischer Vorteil“, so Zambotto.
Die Blauzungenkrankheit gilt als anzeigepflichtige Tierseuche. Südtirol war bislang von ihr verschont geblieben. Nun wird es darauf ankommen, das Virus durch konsequente Maßnahmen einzudämmen.

