Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete mehrere Verstöße gegen die Feuerpause. Mehrere Dörfer seien mit schweren Waffen oder Drohnen angegriffen worden. Eine bestehende Waffenruhe wurde am Samstagabend auf 15 Tage verlängert.
Der Deutschland-Vertreter der kurdischen Regionalregierung, Khaled Davrisch, rief indes Deutschland, die EU und die UNO auf, „ihren Einfluss geltend zu machen und sich aktiv für Stabilität, Dialog und den Schutz der Menschen in Kobane einzusetzen. Es braucht internationale Garantien zum Schutz der kurdischen Gebiete in Syrien“, betonte er.
In einer der APA übermittelten Aussendung verwies die Vertretung darauf, dass es aufgrund der Kämpfe einen „großen Zustrom von Vertriebenen“ nach Kobane gegeben habe. Aufgrund einer Blockade könnten jedoch lebensnotwendige Güter nicht in die Stadt gelangen. Die Kämpfe gefährdeten nicht nur die lokale Bevölkerung, „sondern auch die bisherigen Fortschritte in der Terrorismusbekämpfung“, hieß es mit Blick auf die zahlreichen im autonomen Kurdengebiet festgehaltenen IS-Kämpfer.

