Jeder Mensch sei körperlich, psychisch oder sozial verletzlich. Das sei keine Schwäche, sondern eine universelle Tatsache. „Wir alle sind auf Schutz, Respekt und Fürsorge angewiesen und niemand weiß, wann er selbst Hilfe braucht oder helfen muss. Genau deshalb ist es klug – und liegt im Eigeninteresse jeder und jedes Einzelnen –, Rechte für alle zu garantieren“, so Garbin weiter.
„Menschenrechte sind das gemeinsame Sicherheitsnetz, weil sie auf der gleichen Würde aller Menschen beruhen.“
„Die Stärke einer Gesellschaft bemisst sich nicht an der Macht der Einzelnen“
Eine Gesellschaft, die Menschenrechte achte, erkenne sowohl die Vielfalt als auch die Verletzlichkeit ihrer Mitglieder an, so Garbin. Sie schaffe Räume, „in denen Unterschiede nicht trennen, sondern bereichern“. Angesichts zunehmender Polarisierung und Diskriminierung sei es entscheidend, sich eines klarzumachen: „Die Stärke einer Gesellschaft bemisst sich nicht an der Macht der Einzelnen, sondern an der Fürsorge für die Schwächsten.“Die Antidiskriminierungsstelle setze sich dafür ein, dass Menschenrechte nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern im Alltag spürbar werden. Garbin ruft daher „alle Institutionen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv Verantwortung zu übernehmen – für eine Gesellschaft, in der Respekt und Solidarität keine Ausnahme, sondern die Regel sind“.
Der Tag der Menschenrechte ist ein Gedenktag, der an die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 in Paris erinnert. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet. Im Jahr 1950 wurde durch die UN-Resolution der 10. Dezember zum internationalen Gedenktag erklärt.

