Kurz vor der Tat in seiner ehemaligen Schule in Graz habe der junge Mann ein Foto seiner Kampfstiefel gemacht und auf der Plattform X hochgeladen, berichtete Lohnegger in einer Pressekonferenz in der Hauptstadt des Bundeslandes Steiermark.
Lohnegger sagte, dass der Amokläufer fünf Pistolen-Magazine mit insgesamt 75 Schuss Munition für seine Pistole zu der Bluttat in seiner ehemaligen Schule mitgebracht hatte. Nach dem Angriff wurden noch 42 Patronen für die Pistole, sowie 17 Patronen für eine Bockflinte gefunden, welche der Täter ebenfalls bei sich hatte. Die Zahl der abgegebenen Schüsse stehe noch nicht fest, hieß es.
Polizei: Viele Trittbrettfahrer – allein in Graz 30 Einsätze
Seit dem Amoklauf halten viele Trittbrettfahrer mit falschenAngriffs-Warnungen die Polizei auf Trab, wie der Polizeichef der
Steiermark, Gerald Ortner, berichtete. In Graz mussten die Beamten
deshalb seit der Tat zu mehr als 30 Einsätzen ausrücken.
Der Polizeichef berichtete auch, dass in sozialen Medien vermehrt
die Tat des 21-Jährigen verherrlicht werde. Ortner wies darauf hin,
dass das Gutheißen einer Straftat nach österreichischem Recht
verboten ist und mit einer mehrjährigen Haftstrafe bestraft werden
kann.
Österreich bekommt schärferes Waffenrecht
Ermittler hatten den Angreifer wenige Tage nach dem Amoklauf alszurückgezogenen Einzelgänger beschrieben, der leidenschaftlich gern
Ego-Shooter-Spiele am Computer spielte. In der Wohnung des Täters
wurden Pläne für einen Sprengstoffanschlag auf die Schule sowie eine
nicht funktionstüchtige Rohrbombe gefunden.
Als Reaktion auf den Amoklauf will die österreichische Regierung das
Waffenrecht verschärfen. Am Mittwoch soll ein Maßnahmenpaket
präsentiert werden. Innenminister Gerhard Karner sagte in Graz, dass
Änderungen bei psychologischen Tests, bei Altersgrenzen und bei
Zugangsvoraussetzungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Waffen nötig seien.

