Freitag, 12. Dezember 2025

Auch Redaktion der Zeitung „La Repubblica“ streikt gegen Verkauf

Die Redaktion der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ ist am Freitag in den Streik getreten. Auslöser des Protests sind Pläne zum Verkauf der vor fast 50 Jahren gegründeten Zeitung. Der italienische Medienkonzern Gedi, der „La Repubblica“ und die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ besitzt, will sich von den beiden Blättern trennen. Verhandelt wird mit dem griechischen Unternehmen Antenna. Gegen den Verkauf hatte am Mittwoch auch die Redaktion von „La Stampa“ gestreikt.

Die Redaktion der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ ist am Freitag in den Streik getreten. Auslöser des Protests sind Pläne zum Verkauf der vor fast 50 Jahren gegründeten Zeitung. - Foto: © APA/THEMENBILD / BARBARA GINDL

Die Redaktionen der beiden Tageszeitungen kritisieren, dass es keinerlei Garantien für die Zukunft der Blätter, der Arbeitsplätze oder für die Zuverlässigkeit möglicher Käufer gebe. Man werde sich „mit allen Mitteln“ gegen einen Verkauf unter diesen Bedingungen wehren, hieß es in der Erklärung der Redaktion „La Stampa“ am Mittwoch.

Medienkonzern Gedi steht unter Kontrolle der Holding Exor
Der Medienkonzern Gedi steht unter Kontrolle der Holding Exor im Besitz der italienischen Unternehmerfamilie Agnelli-Elkann. Diese besitzt unter anderem den italienisch-französischen Autobauer Stellantis.

Der für das Verlagswesen zuständige Staatssekretär im italienischen Kabinett, Alberto Barachini, hat am Donnerstag die Unternehmensführung des Medienkonzerns Gedi sowie die Betriebsräte von „La Stampa“ und „La Repubblica“ zu einem Gespräch in Rom eingeladen. Er will nach einer Lösung suchen. Oppositionsparteien in Italien bangen um die Jobs in den beiden Tageszeitungen und warnen, man müsse den Pluralismus der Medien in Italien schützen.

apa

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