Donnerstag, 5. Juni 2025

Bär reißt Kuh – „So kann es nicht mehr weitergehen“

In der Nacht auf Mittwoch hat ein Bär im Trentino oberhalb von Bocenago nahe der Zerli-Alm eine Kuh gerissen. Das Tier gehörte Marcello Boroni, einem Trentiner Bergbauern, der sich seit Jahren mit Hingabe der Viehwirtschaft in den Bergen widmet. Für ihn ist klar: „So kann es nicht weitergehen.“

„Jahr für Jahr das gleiche Spiel – und niemand handelt.“ - Foto: © Shutterstock

„Jahr für Jahr das gleiche Spiel – und niemand handelt“, sagt Boroni gegenüber der italienischen Tageszeitung „l'Adige“. Mit dem Almsommer kommen auch die Bären. Und mit ihnen die Angst.

„Es geht nicht um Hass auf Bären, sondern um den Schutz eines uralten, wertvollen Berufs. Wo Kühe weiden, bleibt die Landschaft offen und gepflegt. Wird die Alm aufgegeben, verwildert das Land – mit allen bekannten Folgen.“

Foto: © Adige

„Die Politik darf nicht länger zuschauen“

Boroni schlägt Alarm: „Die Politik darf nicht länger zuschauen. Es geht um unsere Tiere, unsere Sicherheit und unsere Freiheit, uns in den Bergen ohne Angst zu bewegen. Die Alm ist nicht nur Arbeitsplatz – sie ist Heimat.“

Der Bauer warnt: „Der kritische Punkt ist überschritten. Wir sind am Limit – und die Gefahr ist real, dass unsere Berge zu Geisterlandschaften werden.“

mir

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