„Die Stadt riecht nach Tod“, erklärte die 38-Jährige. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie erlebt, dass es in Teheran schneit und niemand auch nur lächelt.“ Die Menschen im Iran seien fassungslos.
Die Journalistin war 2022 international bekannt geworden, nachdem sie als eine der ersten Journalistinnen über den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini berichtet hatte und anschließend inhaftiert wurde. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nilufar Hamedi von der Zeitung „Shargh“ wurde sie unter Spionagevorwürfen angeklagt, verurteilt und schließlich im Februar 2025 begnadigt.
Seit dem 8. Januar ist die iranische Bevölkerung vom Internet abgeschnitten. Die Staatsführung hatte die Maßnahme verhängt, nachdem landesweit Massenproteste ausgebrochen waren. Ende Dezember waren zunächst Händler wegen der Wirtschaftskrise auf die Straßen gegangen. Die Demonstrationen wurden jedoch rasch politisch und richteten sich schnell gegen die autoritäre Führung der Islamischen Republik. Menschenrechtler berichten von Tausenden getöteten Demonstranten.

