Freitag, 30. Januar 2026

Betrug beim Online-Autohandel: Drei Männer angezeigt

Ein günstiges Online-Angebot und ein vermeintlich seriöser Autohändler entpuppten sich als Betrugsmaschen: Die Carabinieri von Brenner und Gossensaß haben drei Personen wegen Betrug angezeigt.

Den Carabinieri gelang es ihm Rahmen der Ermittlungen die Tatverdächtigen auszuforschen. - Foto: © CC


Im ersten Fall ermittelten die Carabinieri der Station Brenner gegen einen Mann mit Wohnsitz in Mailand. Ausgangspunkt war die Anzeige eines Bürgers, der auf einem bekannten Online-Anzeigenportal ein Inserat zum Verkauf eines Fiat Panda entdeckt hatte. Nach telefonischem Kontakt mit dem mutmaßlichen Verkäufer einigten sich die Parteien auf einen Kaufpreis von 3.100 Euro.

Verkäufer brach nach Anzahlung den Kontakt ab

Der Käufer überwies den vereinbarten Betrag in zwei Banküberweisungen. In der Folge habe der Verkäufer jedoch den Kontakt abgebrochen und später zusätzlich 1.200 Euro für angebliche Versandkosten gefordert. Diese Zahlung wurde vom Geschädigten nicht geleistet. Das Fahrzeug wurde nie ausgeliefert. Durch bank- und telematische Ermittlungen konnten die Carabinieri den mutmaßlichen Täter identifizieren und zeigten ihn wegen Betrug an.

In einer weiteren Ermittlung zeigten die Carabinieri der Station Gossensaß zwei Personen – Vater und Sohn aus der Provinz Verona – an. Anlass war die Anzeige eines jungen Mannes aus Sterzing. Dieser berichtete, auf seinem Fahrzeug eine Visitenkarte eines angeblichen Autohändlers vorgefunden zu haben. Nach telefonischem Kontakt wurde ein Verkauf seines Fahrzeugs vereinbart.

Vater und Sohn wegen Betrug angezeigt

Der vereinbarte Kaufpreis belief sich auf insgesamt 16.000 Euro. Der mutmaßliche Käufer reiste nach Sterzing und übergab 1.000 Euro in bar als Anzahlung. Anschließend schlossen sie einen offiziellen Kaufvertrag ab.

In den Tagen danach wurde der Restbetrag jedoch nicht bezahlt. Stattdessen sei der Verkäufer wiederholt bedroht und zur Zahlung weiterer Geldbeträge wegen angeblicher Schäden am Fahrzeug aufgefordert worden. Auf diese Forderungen ging er nicht ein.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug auf ein Einzelunternehmen zugelassen war, das dem Vater des mutmaßlichen Käufers zugeordnet werden konnte. Beide Männer wurden wegen Betrug und versuchter Erpressung angezeigt.

stol

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