Donnerstag, 3. Juli 2025

BILDER | Brände auf Kreta: Ganze Dörfer und Hotels evakuiert

Nahe der Touristenstadt Ierapetra im Südosten der griechischen Ferieninsel Kreta ist ein Waldbrand ausgebrochen. Einige Hotels, Pensionen und drei Dörfer mussten evakuiert werden. Starker Wind fachte unterdessen einen Wald- und Buschbrand in der westtürkischen Provinz Izmir weiter an. Die Winde hätten die Flammen in Richtung der türkischen Urlaubsregionen Cesme und Alacati an der Ägäis getrieben, sagte der Provinzgouverneur Süleyman Elban in der Nacht auf Donnerstag.

Durch starken Wind und extreme Trockenheit konnte sich das Feuer in Ierapetra schnell ausbreiten. - Foto: © ANSA / NIKOS CHALKIADAKIS

Teilstrecke der Autobahn Richtung Süden gesperrt

Drei Dörfer seien vorsorglich evakuiert worden. Eine Teilstrecke der Autobahn Richtung Süden wurde zwischenzeitlich gesperrt, Flammen loderten auf beiden Seiten der Fahrbahn auf, wie auf Aufnahmen zu sehen war. Die Einsatzkräfte kämpften auch in der Nacht gegen die Flammen. Die Tierschutzorganisation Haytap versuchte, verletzte Tiere einzufangen, um sie zu versorgen.

Sehen Sie hier die Bilder der Brände nahe Kreta:

Starker Wind und extreme Trockenheit

Dem Provinzgouverneur zufolge war der Brand am Mittwoch im Küstenort Ildir mutmaßlich durch eine defekte Stromleitung ausgelöst worden. Durch starken Wind und extreme Trockenheit konnte sich das Feuer schnell ausbreiten. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Brände in Izmir große Zerstörungen angerichtet. Landesweit gab es Hunderte Feuer, von denen der Großteil inzwischen gelöscht werden konnte.

1.500 Menschen in andere Hotels und in einer Sporthalle untergebracht

„Wir haben rund 1.500 Menschen in andere Hotels und in einer Sporthalle untergebracht“, sagte indes der Zuständige für den Zivilschutz der betroffenen Region auf Kreta, Giorgos Tsambakis, am Donnerstag im Radio (ERTnews). Wegen starker Winde breiteten sich die Flammen seit dem späten Mittwochnachmittag rasch aus. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

„Wir brauchen viele Löschflugzeuge“

Mit dem ersten Tageslicht wurden Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Die Feuerwehr wurde mit zusätzlichen Einsatzkräften aus anderen Regionen Griechenlands verstärkt. „Wir brauchen viele Löschflugzeuge, damit der Brand, der bereits gewaltige Ausmaße angenommen hat, unter Kontrolle gebracht werden kann“, sagte der stellvertretende Bürgermeister von Ierapetra, Georgios Chatzakis, griechischen Medien.

Die Brandgefahr bleibt in zahlreichen Regionen Griechenlands enorm, teilte der Zivildienst mit. Winde, unterstützt von Trockenheit, könnten auch den kleinsten Brandherd zu einem Großbrand anfachen, warnte die Feuerwehr.

apa/stol

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