Samstag, 1. November 2025

Bischof Muser zu Allerheiligen und Allerseelen: Ein Zeichen der Hoffnung

An Allerheiligen und Allerseelen erinnert die Kirche an alle Heiligen und Verstorbenen. Für Bischof Ivo Muser sind diese Tage ein starkes Zeichen der Hoffnung: Der Tod ist nicht das Ende. In seiner Botschaft greift der Bischof ein fast vergessenes Thema auf: das Fegfeuer. Dabei geht es nicht um Angst oder Strafe, sondern um Vergebung, Versöhnung und Barmherzigkeit.

Bischof Ivo Muser greift das Thema Fegefeuer auf.

Gottesdienste mit dem Bischof

Am heutigen Hochfest Allerheiligen feiert Bischof Ivo Muser um 9 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Lana – einer der sieben Jubiläumskirchen des Heiligen Jahres in Südtirol – den Festgottesdienst.

Der Pfarrgemeinderat hat beschlossen, dass an diesem Tag die Messfeiern um 10 Uhr in der Pfarrkirche Niederlana und in der Kapuzinerkirche entfallen, damit alle gemeinsam mit dem Bischof feiern können.

Am Nachmittag des Allerheiligentages, um 14.30 Uhr, leitet der Bischof das Gebet und die Gräbersegnung am städtischen Friedhof von Bozen-Oberau.

Am Allerseelentag, den morgigen Sonntag, 2. November, feiert Bischof Muser um 18 Uhr in seinem Heimatort Gais den Gottesdienst.

Fegefeuer als Zeichen der Hoffnung

In seiner Botschaft zum Allerheiligen- und Allerseelenfest erklärt der Bischof, dass das Fegfeuer kein Ort der Strafe ist, sondern ein Weg der Liebe. „Wenn ein Mensch stirbt, spüren wir oft, dass nicht alles gesagt, nicht alles vergeben ist“, sagt Muser. „Das Gebet für die Verstorbenen begleitet diesen Weg der Versöhnung und Hoffnung.“ Das Fegfeuer steht für die Zuversicht, dass Gott uns vollenden möchte: dass er heilt, vergibt und uns zu sich führt. Es ist Ausdruck des Glaubens, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Gemeinschaft, die bleibt

Allerheiligen und Allerseelen erinnern nach den Worten des Bischofs daran, dass Glaubende nicht allein sind – weder im Leben noch im Tod. „Diese Tage sind ein Zeichen der Hoffnung. Sie sagen uns, dass wir in einer großen Gemeinschaft stehen, die über das irdische Leben hinausreicht“, erklärt Muser.

Die Botschaft des Bischofs im Wortlaut, finden Sie hier.

stol

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