Seit Jahrhunderten feiern weltweit Bäuerinnen und Bauern ein Fest, um für die gute Ernte zu danken und um auf die hohe Qualität und Vielfalt ihrer Produkte aufmerksam zu machen. Zugleich führen sie in Erinnerung, welche Leistungen die Landwirtschaft insgesamt erbringt, wie die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, die Pflege der Kulturlandschaft, den Erhalt von Tradition und Brauchtum, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder – ganz allgemein – die Sicherung der Attraktivität des ländlichen Raumes.
„Bozen mit vielen bäuerlichen Betrieben“
Der Südtiroler Bauernbund begeht diese Tradition seit über zwei Jahrzehnten mit dem Erntedankfest auf dem Waltherplatz in Bozen. „Wir wollen den Kontakt zwischen Produzentinnen und Produzenten und den Konsumentinnen und Konsumenten ermöglichen und zugleich zeigen, welch tolle Produkte unsere Bauern herstellen. Neben sehr bekannten Erzeugnissen sind immer auch Nischenprodukte mit dabei, die zeigen, wie vielfältig und bunt die heimische Landwirtschaft ist“, lobte Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser. Das würden immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten zu schätzen wissen.Ein großes Lob kam auch von Bürgermeister Claudio Corrarati. „Bozen hat Gott sei Dank noch viele bäuerliche Betriebe, die die Stadt prägen. Um qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren, braucht es viel Fleiß und Leidenschaft. Wir müssen den Bäuerinnen und Bauern danken für das, was sie Tag für Tag leisten.“
Obst, Gemüse, Kastanien, Fruchtaufstriche und vieles mehr
Dem Dank schloss sich auch der Landesrat für Landwirtschaft, Luis Walcher, an. „Bäuerinnen und Bauern arbeiten im Einklang mit der Natur, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Zudem meistern die bäuerlichen Familien immer neue Herausforderungen. Wir müssen danken, dass vieles bei uns gut läuft.“Für Stadträtin Johanna Ramoser seien Veranstaltungen wie das Erntedankfest des Südtiroler Bauernbundes wichtig, um die Stadtbevölkerung für die heimische Landwirtschaft zu sensibilisieren.
40 Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter präsentierten auf dem größten Bauernmarkt Südtirols ihre Produkte und luden zum Verkosten und zum Kauf ein. Die Produktvielfalt reichte von Obst, Gemüse und Kastanien über Fruchtaufstriche, -sirupe und -säfte sowie Kräutern zu Brot- und Backwaren, Fleisch- und Käsespezialitäten, Weinen und Destillaten.
Streichelzoo für die Kleinen
Festlicher Höhepunkt des Erntedankfestes war die Segnung der Früchte durch den Dekan von Bozen, Bernhard Holzer.Neben den Direktvermarktern waren auch verschiedene bäuerliche Verbände und Organisationen sowie Vermarktungseinrichtungen auf dem Erntedankfest zu finden. Für die kleinen Besucher gab es wieder das beliebte Heuhüpfen und einen Streichelzoo. Bei „Bäuerinnen zeigen wie`s geht“ kochten Bäuerinnen traditionelle bäuerliche Gerichte vor. Mehrere Musikgruppen sorgten für musikalische Unterhaltung.
Das Erntedankfest stand unter der Schirmherrschaft der Stadtgemeinde Bozen. Die Veranstaltung wurde von der Abteilung Wirtschaft, der Handelskammer Bozen und der Südtiroler Gärtnervereinigung unterstützt und war ein Green Event.

