Montag, 12. Januar 2026

Brandkatastrophe in Crans-Montana: U-Haft für Barbesitzer bestätigt

Das Zwangsmaßnahmengericht des Schweizer Kantons Wallis hat am Montag Untersuchungshaft für den Barbesitzer in der Folge des Brandes in Crans-Montana angeordnet. Diese Entscheidung gilt zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten.

Bei dem Brand in „Le Constellation“ starben 40 Menschen, darunter auch Minderjährige. - Foto: © ANSA / LAURENT GILLIERON

Bei dem Feuer in der Bar „Le Constellation“ waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 114 Menschen teils schwer verletzt worden.

Gegen das französische Betreiber-Ehepaar wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Der Besitzer der Bar, Jacques Moretti, wurde nach einem Verhör am Freitag wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen, die nun bestätigt wurde.

Jacques Moretti bei der Ankunft zum Verhör am Freitag. - Foto: © ANSA / ALESSANDRO DELLA VALLE



Das Zwangsmaßnahmengericht (ZMG) erklärte sich in der Mitteilung „bereit, die Untersuchungshaft aufzuheben, sofern verschiedene von der Staatsanwaltschaft beantragte Maßnahmen – darunter insbesondere die Hinterlegung von Sicherheiten – getroffen werden.“

Diese erschienen als angemessen, um der Fluchtgefahr entgegenzuwirken. In der Zwischenzeit müsse die Freiheitsentziehung bestehen bleiben.

Weiter erinnerte das ZGM daran, „dass die Untersuchungshaft eine verfahrensrechtliche Haft ist, die ausschließlich dazu dient, den ordnungsgemäßen Ablauf der Ermittlungen zu gewährleisten.“

Ermittlungen zu Brandschutzvorschriften laufen

Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der Brand im Keller der Bar wahrscheinlich durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Erhebungen konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprochen haben.

apa/stol

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