Donnerstag, 2. Oktober 2025

Carabinieri aus Südtirol auf der Münchner Wiesn

Millionen Besucher, darunter jedes Jahr Zehntausende aus Italien: Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch eine Herausforderung für die Sicherheitskräfte. Seit Jahren setzen die bayerische Polizei und die italienischen Behörden deshalb auf eine enge Zusammenarbeit. Auch heuer sind wieder Carabinieri aus Südtirol auf der Münchner Theresienwiese präsent.

Feier, aber sicher: Auch in diesem Jahr unterstützen Carabinieri aus Südtirol die Wiesnpolizei am Oktoberfest. - Foto: © Carabinieri

Sechs deutschsprachige Beamte des Bozner Landeskommandos bestreifen seit Ende September gemeinsam mit ihren bayerischen Kollegen das Festgelände. „Wiesn-Polizei“ nennen die Münchner ihre temporäre Einsatzzentrale. Dort bearbeiten die Einsatzkräfte in wenigen Tagen Delikte, die von Taschendiebstählen über Schlägereien und Drogenbesitz bis hin zu Sexualdelikten reichen. Immer wieder sind auch italienische Gäste beteiligt – als Opfer oder als Beschuldigte.

Gerade hier zeigt sich der Wert der gemeinschaftlichen Präsenz: Die Carabinieri fungieren nicht nur als Dolmetscher, sondern bringen auch Kenntnisse beider Rechtssysteme und einen direkten Informationsaustausch mit. „Die Präsenz unserer Beamten ist besonders wichtig, wenn es um Interventionen mit Landsleuten geht“, sagte der Regionalkommandant, Brigadegeneral Stefano Paolucci, bei einem Besuch in München.

Foto: © Carabinieri



Paolucci nahm am „International Networking Event for Police Leadership“ teil, einem Treffen europäischer Polizeispitzen mit Vertretern aus Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, Albanien und Europol. Dabei kam es auch zu Gesprächen mit dem bayerischen Landespolizeipräsidenten Michael Schwald sowie dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, Holger Münch.

Die Münchner Behörden würdigten ausdrücklich die „vorbildliche Zusammenarbeit“ mit den Carabinieri aus Südtirol. Das gemeinsame Vorgehen habe sich bewährt und trage maßgeblich zur Sicherheit bei, so Polizeipräsident Thomas Hampel.

stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden