Dienstag, 29. April 2025

Chaos im Supermarkt: Polizei nimmt polizeibekannten Mann fest

Ein betrunkener Mann hat kürzlich in einem Supermarkt in der Parmastraße in Bozen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Laut Mitteilung der Quästur ging über den Notruf 112 ein Alarm ein: Ein aggressiver Kunde attackiere Mitarbeitende des Supermarktes „Despar“ und sorge für erhebliche Unruhe.

Die Polizei bemängelt, dass ihre Beamten immer wieder Ziel von Gewalt werden, wenn sie zu Einsätzen gerufen werden. - Foto: © Quästur Bozen

Mehrere Streifen der Staatspolizei rückten an. Vor Ort fanden sie einen stark alkoholisierten Mann vor, der sich nicht beruhigen ließ. Als die Beamten versuchten, ihn aus dem Supermarkt zu bringen, habe er heftigen Widerstand geleistet. Nur mit erheblichem Kraftaufwand sei es gelungen, ihn in ein Polizeifahrzeug zu verbringen. Dabei soll der Mann auch versucht haben, die Beamten mit Tritten und Schlägen zu attackieren. Zudem habe er sich geweigert, seine Personalien preiszugeben.

Auf der Wache stellte sich heraus, dass es sich um S. J., einen 47-jährigen Mann aus Bozen, handelt. Der Mann ist polizeibekannt: In der Vergangenheit wurde er unter anderem wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beleidigung von Amtsträgern verurteilt. Bereits vor dem aktuellen Vorfall war gegen ihn eine Verwarnung des Quästors verhängt worden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde S. J. wegen Gewalt und Widerstands gegen Amtsträger sowie wegen der Weigerung zur Identitätsangabe unter Hausarrest gestellt. Doch auch diese Maßnahme habe der Mann ignoriert. Während des Transports zu seiner Wohnung habe er schon angekündigt, sich nicht an die Auflagen halten zu wollen – und tatsächlich kurz nach Ankunft sein Zuhause verlassen. Die Polizei, die in der Nähe geblieben war, nahm ihn umgehend erneut fest.

Bis zur gerichtlichen Anhörung blieb S. J. in den Arrestzellen der Polizei. Aufgrund seiner Vorgeschichte leitete Quästor Paolo Sartori ein Verfahren zur Verhängung der Sonderüberwachung ein, einer verschärften Form polizeilicher Kontrolle.

„Wieder wurde ein Polizeibeamter im Dienst angegriffen – ein weiteres Beispiel für die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber den Institutionen“, sagte Sartori. „Es ist inakzeptabel, dass Vertreter des Staates bei der Durchsetzung der Gesetze systematisch beleidigt und attackiert werden. Deshalb werden wir entschlossen gegen Wiederholungstäter vorgehen, die die Institutionen offen missachten.“

stol

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