Wie das Gericht weiter mitteilte, starb ein fünfter Angeklagter, der ebenfalls zum Tode verurteilt worden war, aufgrund einer Erkrankung noch bevor die Strafe vollstreckt werden konnte. Ein Berufungsverfahren der übrigen Verurteilten im Dezember scheiterte.
Weitere Hinrichtung in kurzer Zeit
Damit richtete China in kurzer Zeit erneut Mitglieder einer kriminellen Bande hin, die aus dem Bürgerkriegsland Myanmar heraus operierte. Vergangene Woche vollstreckte ein Gericht in Wenzhou die Urteile gegen elf Todeskandidaten.Konkret befand die Justiz die Bande für schuldig, Spielkasinos eröffnet zu haben und im Norden Myanmars in selbst errichteten Arealen den Betrug gesteuert zu haben. Sechs chinesische Staatsbürger starben dort und weitere wurden verletzt, wie das Gericht mitteilte.
Durch Glücksspiel und Betrug sollen mehr als 29 Milliarden Yuan (derzeit etwa 3,5 Milliarden Euro) zusammengekommen sein. Den Kopf der Bande verurteilten die Richter zudem dafür, an der Produktion und dem Handel von elf Tonnen Methamphetamin beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht rechtfertigte die Todesstrafe mit der Schwere der Verbrechen.

