Dienstag, 9. Dezember 2025

Christkindlmarkt in Trient: Regionalzug nach Bologna steht wegen Überfüllung eine Stunde lang still

Nicht nur auf den Straßen war in den vergangenen Tagen Geduld gefragt: Gestern, an Maria Empfängnis, stand ein Regionalzug am Bahnhof Trient eine Stunde lang wegen Überfüllung still. Die Reisenden waren gezwungen, miteinander zu verhandeln, und einige Fahrgäste zum Aussteigen zu bewegen. Dies geht aus einer Aussendung der italienischen Polizeigewerkschaft hervor. Bereits am 20. Oktober hatte diese auf eine „explosive Situation“ im Hinblick auf die Weihnachtsmärkte hingewiesen.

Leere Gleise, denn wegen Überfüllung konnte der Zug nicht pünktlich abfahren. - Foto: © lie

So hatten sich viele Besucher ihre Heimfahrt wohl nicht vorgestellt: Der Regionalzug nach Bologna war so voll, dass er erst nach Verhandlungen mit einer Stunde Verzögerung abfahren konnte.

Laut dem Regionalsekretär der Polizeigewerkschaft SIAP, Massimiliano Corradini, handelt es sich dabei um „den Beweis für den chronischen Personalmangel und die von uns angeprangerten infrastrukturellen Probleme“.

Die Polizeigewerkschaft SIAP hatte bereits vor längerer Zeit auf die kritische Situation hingewiesen. „Ohne Maßnahmen würde das Unvermeidliche passieren“, so Corradini.

Olympia 2026 als nächste Herausforderung

Die Gewerkschaft stellt fest, dass „eine angemessene Präsenz der Bahnpolizei, sowohl in Bezug auf die Anzahl als auch auf die Kompetenzen, den Reiseverkehr am Feiertag Maria Empfängnis präventiv hätte steuern, und vor allem hätte verhindern können, dass eine unangenehme Situation zu einer potenziellen Gefahr für die öffentliche Sicherheit wird. Stattdessen kam es zur Blockade des Zuges, dem höchsten Symptom eines Notfalls.“

„Das einzige konkrete Signal kam, wie wir bereits zum Ausdruck gebracht und anerkannt haben, vom Quästor von Trient, der Verstärkung bereitstellte. Leider ist dies keine endgültige Lösung“, sagt Corradini.


Da die Weihnachtsmärkte noch laufen, die höchsten Besucherzahlen aber noch nicht erreicht wurden und vor allem, da die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 näher rücken und einen weiteren enormen Besucheransturm mit sich bringen werden, sei es unverzeihlich, diesen Weg weiterzugehen. „Wir können uns keinen weiteren Imageschaden und vor allem keine weiteren Risiken leisten“, schließt Corradini.

ansa

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