Fördermittel um 36 Prozent aufgestockt
Für Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof bestätigen diese Zahlen den eingeschlagenen Weg: „Ziel der gezielten Arbeitsvermittlung ist die Vermittlung in stabile Arbeitsverhältnisse. Dazu bedienen wir uns verschiedener Instrumente, und es bedarf oft einer guten Vorbereitung und einer sorgfältigen Auswahl des Betriebes und des Arbeitsumfeldes. Dabei steht die Person mit ihren Fähigkeiten und Interessen im Vordergrund. Auch deshalb wurden die gewährten Fördermittel von 2,2 auf 3 Millionen Euro pro Jahr erhöht.“Erfolgsfaktor: Individuelle Vereinbarung
Ein Schlüsselinstrument für diese Stabilität sei die individuelle Vereinbarung zur Arbeitseingliederung. Von den 188 vermittelten Personen seien 59 (33 Prozent) durch solche praktikumsähnlichen Projekte gezielt auf die Anstellung vorbereitet worden. 70 Prozent dieser Personen seien nach zehn Jahren noch beim selben Arbeitgeber beschäftigt.Magdalena Oberrauch, die Direktorin des Amtes für Arbeitsmarktintegration, betont die Wichtigkeit maßgeschneiderter Lösungen: „Jede Vermittlung in einen Betrieb ist individuell. Das erkennt man auch daran, dass die Vermittlungen quer durch alle Branchen und Tätigkeitsfelder stattfinden. Letztendlich geht es darum, die richtige Stelle für die richtige Person zu finden und zu gestalten.“
Herausforderungen: Demografischer Wandel
Ende August 2025 seien beim Amt für Arbeitsmarktintegration 478 Menschen mit Behinderungen für die gezielte Vermittlung registriert gewesen. Dabei zeige sich ein Trend zur Alterung der Zielgruppe. Viele Betroffene seien während ihres Berufslebens erkrankt und könnten ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben.„Die größte Herausforderung, auch für die Zukunft, ist das steigende Alter unserer Eingeschriebenen. Hier gilt es, die Betriebe dafür zu sensibilisieren, dass Arbeits- und Lebenserfahrung einen Mehrwert bieten können“, erklärt Oberrauch. Um Unternehmen zusätzlich zu motivieren, sei das Prämiensystem „ProAbility“ finanziell aufgestockt worden.

