Freitag, 19. September 2025

Dengue-Fall im Trentino: Eilmaßnahmen gegen die Tigermücke

In der Gemeinde Brentonico im Trentino ist ein importierter Dengue-Fall gemeldet worden. Ein Bewohner entwickelte die typischen Symptome der Virusinfektion nach seiner Rückkehr von einer Auslandsreise, wie die örtliche Gesundheitsbehörde bestätigte.

Dengue wird hauptsächlich durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen – dazu zählt auch die hierzulande verbreitete Asiatische Tigermücke. - Foto: © ANSA / ANDRE BORGES

Noch am Freitagnachmittag reagierten die Behörden: Ab 15 Uhr rückten Einsatzteams aus, um gezielt Gärten, Parks und andere Grünflächen in der Umgebung der betroffenen Wohnung mit Insektiziden zu behandeln. Für Anwohner gilt die Empfehlung, Fenster geschlossen zu halten und Wohnräume sowie Gärten für einige Stunden nach der Behandlung zu meiden. Für Menschen und Haustiere bestehe laut Gesundheitsbehörde kein Risiko, dennoch sei Vorsicht geboten.

Dengue-Fieber – das müssen Sie wissen!

Die Prävention bleibe entscheidend. Bürgerinnen und Bürger wurden aufgerufen, in ihren Gärten und auf ihren Grundstücken mögliche Brutstätten der Tigermücke – etwa Blumentopfuntersetzer, Regenrinnen oder Wasserbehälter – konsequent trocken zu halten oder mit Larviziden zu behandeln.

Aufruf zur Mithilfe

Auch Bürgermeister Mauro Tonolli mahnt zur Wachsamkeit: „Die Daten zeigen zwar, dass die Lage nicht besorgniserregend ist. Aber ohne die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger nützen unsere Maßnahmen im öffentlichen Raum wenig.“ Brentonico beteiligt sich am regionalen Monitoring-Programm.

Italien verzeichnete in diesem Sommer mehrere importierte Dengue-Fälle, die Experten mit den steigenden Reiserouten in tropische Länder und der Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Europa in Verbindung bringen. In Brentonico setzt man nun alles daran, dass es bei einem Einzelfall bleibt.

ansa/stol