Mittwoch, 11. März 2026

Der böse Mann mit dem Schweizer Messer

„Ertappt. Ich gestehe. Ich bin ein Verbrecher. Ich habe ein Messer im Rucksack. Eines von der ganz schlimmen Sorte: Die Klinge ist länger als fünf Zentimeter. Und man kann sie sogar ausklappen. Seit kurzem ist so etwas in Italien illegal. Wer damit erwischt wird, dem drohen ein bis drei Jahre Haft. Und der Führerschein ist auch weg. Keine Ahnung, wer solche Gesetze schreibt.“ Ein Kommentar von Vize-Chefredakteur Günther Heidegger.

„Einfach nur irre“, schreibt Günther Heidegger in seinem Kommentar. - Foto: © DLife_LO

Weil in manchen Städten wild gewordene Männer mit Macheten durch die Gegend laufen, beschließt man in Rom, das Taschenmesser zu kriminalisieren. Sicher ist sicher. Also schüttet man das Kind gleich mit dem Bade aus. Und den Hausverstand gleich mit.
Was im italienischen Sicherheitsdekret steht, das lesen Sie hier.

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Wir leben hier nicht in Rom. Wir leben in den Bergen. Hier geht man wandern, setzt sich auf eine Bank und schneidet ein Stück Speck auf. Oder schnitzt einen Wanderstock. Früher war das normales Leben. Heute offenbar die Vorstufe zur kriminellen Karriere.

Einfach nur irre. Aber vielleicht irre ich mich ja und liege völlig daneben. Deshalb habe ich vorsorglich gestanden. Und gehe jetzt wandern. Solange ich noch auf freiem Fuß bin.

guenther.heidegger@athesia.it

stol