„Als Nachfolger von Silvius Magnago an der Spitze der SVP (1991-1992) führte Roland Riz – unter anderem in seiner Funktion als Präsident der Justizkommission in Rom - die entscheidenden komplexen Verhandlungen zum vollständigen formellen Abschluss des Südtirol-Pakets“, betont SVP-Obmann Dieter Steger.
Sein beharrliches Wirken habe bis zur Streitbeilegungserklärung vor den Vereinten Nationen 1992 gereicht: „Er hat die Südtirol-Autonomie maßgeblich mitgestaltet und sich um ihre internationale Verankerung in besonderer Weise verdient gemacht.“
„Als Abgeordneter der Abgeordnetenkammer (1958-1987) und als Senator (1987-1996) wirkte Roland Riz in allen zentralen Gremien zur Reform des Autonomiestatuts mit“, so Dieter Steger. „In der 19er-, 13er-, 12er- und 6er-Kommission sowie im Ausschuss für die Statutenreform 1972.“
Als brillanter Verfassungsrechtler und hochgeschätzter Professor habe er über Jahrzehnte Autonomierecht an der Universität Innsbruck gelehrt und grundlegende Werke zu verfassungsrechtlichen Aspekten der Südtiroler Autonomie verfasst: „Seine Expertise hat die rechtliche Absicherung der Autonomie in Rom nachhaltig gestärkt.“
Im Namen der Südtiroler Volkspartei spricht Dieter Steger der Trauerfamilie sein aufrichtiges Beileid aus: „Wir werden Roland Riz nicht vergessen und ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.“

