Bei den Todesopfern soll es sich um zwei Männer im Alter von 30 und 50 Jahren sowie um eine 30-jährige Frau handeln. Die Todesopfer aus der Dreiergruppe wurden bereits nach unten ins Tal gebracht.
Zwei Bergsteiger noch vermisst
Zur gleichen Zeit war eine weitere vierköpfige Gruppe, die jeweils in einer Zweier-Seilschaft unterwegs war, auf dem Weg zur Vertainspitze. Während zwei ihrer Mitglieder – es soll sich um zwei Männer im Alter von 50 Jahren handeln – gerettet und ins Krankenhaus geflogen werden konnten, gelten ihre zwei Freunde, eine Frau und ein Mann, weiterhin als vermisst.Suche wird fortgesetzt – Chancen äußerst gering
Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurde mit Hubschraubern nach ihnen gesucht, wie der Sprecher der Bergrettung Sulden, Christian Knoll, gegenüber STOL erklärte: „Leider ohne Erfolg.“ Mit Einbruch der Dunkelheit musste die Suche abgebrochen werden.Am Sonntag um kurz vor 8 Uhr teilte er STOL auf Nachfrage mit, dass die Suche mit etwa 25 Bergrettern und mit Unterstützung des Notarzthubschraubers Pelikan 3 fortgesetzt wird. Der Heli soll die Bergretter nach oben bringen. Bis zur Unglücksstelle sind es dann noch etwa zwei Stunden zu Fuß. Im Einsatz sind auch Drohnen und Wärmebildkameras. Die Chancen, die beiden noch lebend zu finden, seien aber laut Bergrettung äußerst gering. Nach bisherigen Erkenntnissen seien sie noch 200 Meter in die Tiefe gestürzt. Zudem werde die Suchaktion durch schlechte Wetterbedingungen, die am Sonntagmorgen in Sulden herrschen, erschwert.
Es herrschte keine große Lawinengefahr
Der Bergrettung zufolge bestand am Samstag keine besonders große Lawinengefahr. Möglicherweise habe sich die Lawine infolge starker Verwehungen gelöst, weil der neu gefallene Schnee noch nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden war.Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sich die Gruppen unabhängig voneinander in der Früh auf den Weg zum Gipfel gemacht. Nach Angaben der Bergrettung waren in dem Gebiet ansonsten keine Bergsteiger unterwegs. Unter Bergsteigern gilt die Nordwand als „hochalpine Eistour“, für die Seil und eine komplette Ausrüstung für Eisklettern erforderlich sind.

