„Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem“
„Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem, gegen das wir aktiv vorgehen müssen. Prävention ist dabei eine ebenso wichtige Säule wie die Unterstützung und Hilfe für jene, die Gewalt erfahren mussten. Mit dem Dreijahresplan setzen wir weitere Schritte in diese beiden Richtungen“, sagt Landesrätin Pamer. Darin vorgesehen sind unter anderem die Errichtung einer thematischen Arbeitsgruppe zum Schutz von Frauen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder Abhängigkeitserkrankungen.In der Arbeitsgruppe werden Fachleute aus öffentlichen und privaten Einrichtungen sein sowie Vertreterinnen der Frauenhausdienste. Bis 2028 soll damit eine wirksame Unterstützung durch die Vernetzung der Körperschaften, die kontinuierliche Schulung und Weiterbildung von Fachkräften und Ehrenamtlichen sowie der Abbau von Barrieren erreicht werden.
Gewaltprävention stärken
Verstärkt werden sollen künftig auch Maßnahmen im Bereich der Gewaltprävention: So ist im Dreijahresplan die Umsetzung und Durchführung der Maßnahmen zur Implementierung der „Leitlinien zur Elternunterstützung für Väter, die häusliche Gewalt ausgeübt haben“ festgehalten. Diese wurden von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ausgearbeitet und verfolgen das Ziel, das Verantwortungsbewusstsein der Gewalttäter im Bezug auf ihre Kinder, die Gewalt miterlebt haben, wiederherzustellen.Zudem soll gemeinsam mit den Bildungsdirektionen eine thematische Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die Themen im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt bearbeitet und Maßnahmen dazu in allen Schullehrplänen festschreiben soll. Dabei geht es vor allem darum, die Kultur der gleichen Würde und des gegenseitigen Respekts weiter zu etablieren.

