Ihr Vater hat sich seither dafür eingesetzt, dass die Behandlung für alle und in ganz Italien zugänglich wird, denn wie Dr. Dalla Ragione, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Behandlung von Essstörungen in Italien, oft betont, stirbt man nicht an Essstörungen, sondern an der fehlenden Behandlung.
„In Südtirol verfügen wir über ein sehr vielfältiges Behandlungsangebot, das wir stets an die neuen Herausforderungen anzupassen versuchen, denen wir aufgrund dieser Erkrankungen ständig gegenüberstehen: das sinkende Erkrankungsalter, die Zunahme schwerer Fälle mit psychiatrischen Komorbiditäten“, erklärt Raffaela Vanzetta
Koordinatorin Bereich Essstörungen im Forum Prävention.
Dennoch gab es auch in Südtirol im Jahr 2025 zwei Todesfälle zu beklagen. „Obwohl das Behandlungs- und Präventionsnetzwerk EAT-Net sehr gut strukturiert ist, gelingt es nicht immer, die richtige Behandlung anzubieten, insbesondere in Krankenhäusern, wo viele Ärzte die Folgen von starkem Untergewicht unterschätzen oder sich nicht in der Lage fühlen, Menschen mit schweren Essstörungen zu behandeln. Das darf nicht mehr passieren, und im Forum Prävention arbeiten wir gemeinsam mit dem Netzwerk EAT-Net intensiv daran, Fortbildungen für Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen, im Sport und im Schulbereich anzubieten, damit diese eine Essstörung erkennen und wissen, wie sie sich entsprechend verhalten müssen“, so Vanzetta.
„In diesem Jahr beteiligten wir uns am Tag der Lila Schleife und beleuchten Gebäude im gesamten Land, genauer gesagt in Meran (das Kurhaus), in Brixen (die Regensburger-Allee), in Bruneck (das Schloss), in Toblach (der Kreisverkehr mit den Drei Zinnen), in Neumarkt (die neue Brücke) und in Schlanders (das Kulturhaus Karl Schönherr). Wir bedanken uns herzlich bei den Gemeinden und Personen, die uns geholfen haben, diese Initiative zu realisieren“, so Vanzetta abschließend.

