Donnerstag, 9. April 2026

Erben: Ein Tabuthema findet Anklang in Bozen

Es sind eigentlich immer noch Tabuthemen: Wer soll mein Erbe bekommen, wie stelle ich sicher, dass meine Wünsche im Zuge der Gesundheitsversorgung respektiert werden, wenn ich nicht mehr selbst entscheiden kann, wer soll meine Rechte und Wünsche wahren? Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Menschen – und nicht nur Ältere.

Frühzeitig ein Testament zu verfassen, kann später zur Vermeidung ungewollter Überraschungen führen. - Foto: © picture alliance/dpa/dpa-tmn / Silvia Marks

Das zeigte auch das große Interesse bei der Auftaktveranstaltung „Mein Weg. Mein Wunsch. Mein Wille.“, welche gestern im Grieserhof von der Stiftung St. Elisabeth organisiert wurde. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Notariatskammer Bozen statt. Notar David Ockl informierte in kurzer prägnanter Form über Sachwalterschaft, Erbrecht und Testament.

„Ein handgeschriebenes Testament das man zuhause aufbewahrt ist natürlich gültig“, erklärte Ockl – wer aber sicher stellen möchte, dass das Testament auch wirklich greift, hinterlegt dieses besser beim Notar. Übrigens steht allen Südtirolern ein kostenfreies Erstgespräch bei einem Südtiroler Notar oder Notarin zur Verfügung.

Dr. Ingrid Windisch verwies bei der Patientenverfügung darauf, dass diese idealerweise beim Arzt und in der Gemeinde hinterlegt sein sollte oder zumindest die Vertrauensperson weiß, wo sie im Notfall diese finden kann. Gültig ist jede Patientenverfügung, sofern sie unterschrieben ist.

Frühzeitig Klarheit schaffen

Die Notariatskammer Bozen hat die Schirmherrschaft dieser Initiative übernommen und ist Garant für die Vermittlung von fundierten und konkreten Informationen. „Frühzeitig Klarheit zu schaffen und sicherzustellen, dass die eigenen Wünsche im Fall der Fälle respektiert werden – das ist unser Ziel. Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen in unseren Heimen und darüber hinaus informiert sind und in der Lage, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen – für sich selbst und ihre Angehörigen,“ erklärt Stiftungspräsident Christian Klotzner.


Auftaktveranstaltung „Mein Weg. Mein Wunsch. Mein Wille.“ im Grieserhof – im Bild: Christian Klotzner, Präsident der Stiftung St. Elisabeth und Notar David Ockl. - Foto: © stiftung st.elisabeth



Die nächste Veranstaltung findet in Martinsbrunn in Meran am 22. April um 17 Uhr statt.

stol

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