Italien hat EU Bekämpfungsmaßnahmen nicht mitgeteilt
Außerdem haben die italienischen Behörden der EU-Kommission nicht innerhalb von drei Monaten nach der Meldung der frühzeitigen Erkennung die ergriffenen Bekämpfungsmaßnahmen mitgeteilt. Bereits im November 2024 hatte die Kommission ein Aufforderungsschreiben an Italien geschickt. Italien habe nicht alle notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Ausbreitung der Roten Feuerameise ergriffen. Zudem wurde das unionsweit relevante Überwachungssystem für invasive gebietsfremde Arten von Italien nicht wirksam umgesetzt, kritisierte Brüssel.Italien hat nun zwei Monate Zeit, um zu antworten
Darüber hinaus habe Italien auf mehrere in dem Aufforderungsschreiben enthaltene Punkte nicht reagiert. Daher hat die EU-Kommission beschlossen, der Regierung in Rom eine mit Gründen versehene Stellungnahme zu übermitteln. Italien hat nun zwei Monate Zeit, um zu antworten und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Andernfalls kann die Kommission beschließen, den Fall an den Gerichtshof der Europäischen Union zu verweisen.Auf Sizilien wurden im vergangenen Jahr gleich Dutzende Nester der invasiven Art entdeckt. Befürchtet wird, dass sich die invasive Spezies begünstigt durch den Klimawandel rasch auch in anderen europäischen Ländern ausbreiten könnte. Zunächst seien insbesondere Städte im Mittelmeerraum und Städte mit großen Häfen wie Amsterdam oder London in Gefahr, erläuterten Forschungsteams.
Ursprünglich aus Südamerika stammend wurden Rote Feuerameisen (Solenopsis invicta) zunächst in den USA eingeschleppt. Die kleinen, aber sehr aggressiven und eine Vielzahl anderer Insekten vertilgenden Tiere verbreiteten sich dort ab etwa den 1930er-Jahren rasant, in mehreren US-Regionen wurden die Bestände heimischer Ameisen drastisch reduziert. Zudem kommt es zu hohen Ernteschäden. Im Zuge von weltweitem Handel und Tourismus gelangte die Feuerameise später auch in viele andere Länder wie Japan, China, Australien und Neuseeland.

