Wie lassen sich Energieeffizienz und Mobilität in städtischen Systemen zusammenbringen?
Wie lassen sich Energieeffizienz und Mobilität in städtischen Systemen zusammenbringen, die immer schneller auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen reagieren müssen? Welche Ansätze können Europas Städte widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen machen? Und welche Werkzeuge unterstützen Stadtplanerinnen und Stadtplaner dabei, Daten, künstliche Intelligenz und digitale Modelle sinnvoll zu nutzen und zugleich auch die Bevölkerung miteinzubinden?Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die SSPCR 2025. Die Konferenz will den Austausch zwischen Disziplinen fördern, die gemeinsam an Lösungen in der Stadt- und Raumplanung arbeiten.
„Die Energiewende ist kein rein ingenieurtechnisches Unterfangen“
„Internationale Expertinnen und Experten nach Bozen einzuladen, ist eine Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, unsere Arbeit sichtbar zu machen und zu zeigen, wie Institutionen, Unternehmen und Forschung bei uns im Land zusammenwirken“, erklärt Daniele Vettorato, Leiter der Forschungsgruppe für urbane und regionale Energiesysteme bei Eurac Research.„Die Energiewende ist kein rein ingenieurtechnisches Unterfangen: Wir brauchen Lösungen, die die Qualität unserer Lebensräume, soziale Teilhabe, das Wohlbefinden der Menschen und den kulturellen Wert der Orte berücksichtigen. In diesem Sinne steht die SSPCR 2025 im Einklang mit den Leitgedanken des Neuen Europäischen Bauhaus, der EU-Initiative, die die ökologische Transformation mit Blick auf Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusivität vorantreiben will.“
Ein internationaler Blick auf urbane Entwicklungsprozesse in Bozen
Der erste Tag rückte zentrale Themen der Energiewende in den Fokus, anhand von Beispielen, die auch Südtirol direkt betreffen. Ausgehend von der Agri-Photovoltaikanlage in Auer, die im Rahmen eines von Eurac Research koordinierten EU-Projekts realisiert wurde, diskutierten Fachleute etwa über das Potenzial der Integration von Photovoltaik in landwirtschaftlich und anderweitig genutzte Flächen – als Schlüsselfaktor für eine wirksame und zugleich gerechte Energiewende.Ein zweiter Schwerpunkt galt der emissionsfreien Mobilität. Der Austausch zwischen lokalen und internationalen Institutionen verdeutlichte sowohl technische und infrastrukturelle Herausforderungen als auch die große Rolle dieses Sektors für die Dekarbonisierung der Städte.
Im weiteren Verlauf der Woche wird die Debatte auf die europäische und globale Ebene ausgeweitet, mit Treffen, an denen auch Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen und internationaler NGOs teilnehmen. Der Dialog zwischen Fachleuten aus ganz Europa und anderen Weltregionen bringt einen internationalen Blick auf urbane Entwicklungsprozesse nach Bozen – eine Perspektive, die auch für den alpinen Raum von Relevanz ist.

