Donnerstag, 18. Dezember 2025

Familie im Visier: Antimafia-Razzia von Piemont bis nach Südtirol

Mit einer groß angelegten Operation in mehreren Regionen hat die Spezialeinheit für Antimafia-Ermittlungen (DIA) von Turin mit der Quästur von Alessandria Güter im Wert von drei Millionen Euro beschlagnahmt: Ins Visier der Ermittler geraten ist ein bereits verurteilter Mann, von dem man vermutet, dass er mit der aus Kalabrien stammenden kriminellen Organisation 'Ndrangheta in Verbindung stehen könnte. Unternehmen, Fahrzeuge, Immobilien und Geld um insgesamt drei Millionen Euro wurden beim Verdächtigen und seinen Angehörigen beschlagnahmt – auch in Südtirol.

Zum Abschluss von Untersuchungen zum Vermögen eines mutmaßlichen Mitglieds der kriminellen Organisation 'Ndrangheta wurden im Piemont und in Südtirol Fahrzeuge, Immobilien, Unternehmen und Geld im Wert von drei Millionen Euro vorbeugend beschlagnahmt. - Foto: © ANSA / DIA CARABINIERI




Der Verdächtige ist bereits rechtskräftig wegen mehrerer Straftaten verurteilt, heißt es in Medienberichten. Ihm wird auch ein Näheverhältnis zur kriminellen Organisation 'Ndrangheta vorgehalten.

Im Rahmen einer Ermittlung zum Vermögen des Verurteilten stießen die Beamten auf eine Reihe von Unternehmen, Immobilien, Bankkonten und weiteren Finanzmitteln, die zwar als Eigentum von anderen Personen aufscheinen, jedoch laut Exekutive auf den Verdächtigen zurückzuführen sind.

Denn: Bei den Eigentümern der nun beschlagnahmten Gütern im Wert von drei Millionen Euro handle es sich um Angehörige des Verdächtigen. Die Beschlagnahmen reichten bis nach Südtirol. Die Ermittler stellten darüber hinaus fest, dass einige der Fahrzeuge der drei beschlagnahmten Unternehmen gestohlene Ersatzteile aufwiesen. Neben den bereits erhobenen Vorwürfen gegen den Hauptverdächtigen kommt damit auch noch der Verdacht auf Hehlerei dazu.

stol

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