Mittwoch, 13. August 2025

Innichen: Auto mit zwei Kleinkindern an Bord entkommt knapp einer Tragödie

Folgenschwerer Murenabgang zwischen Innichen und Haselsberg: Eine italienische Urlauberfamilie blieb auf dem Rückweg zu ihrer Unterkunft mit dem Pkw in der Schlammlawine stecken. Die Familie hatte Glück im Unglück: Die Rettungskräfte konnten sie rasch in Sicherheit bringen – wären sie nur ein paar Minuten früher durchgefahren, hätten sie von einem großen Felsblock erfasst werden können.

Die Freiwillige Feuerwehr Innichen konnte die Familie rasch und sicher aus dem Gefahrenbereich bringen. - Foto: © FF Innichen

Im Bereich des sogenannten Klammschlössl war es aufgrund eines starken lokalen Gewitters zum Murengang gekommen. Eine italienische Urlauberfamilie mit zwei Kleinkindern kam dabei glücklicherweise mit einem großen Schrecken davon.

Foto: © FF Innichen


Nur wenige Augenblicke zuvor: Felsblock krachte auf Straße

Die Familie war mit ihrem Pkw auf dem Rückweg zu ihrer Unterkunft, als sie auf Höhe des Klammschlössl plötzlich in eine Schlammlawine geriet und mit dem Fahrzeug stecken blieb. Unverzüglich setzte der Vater einen Notruf ab. Die Freiwillige Feuerwehr Innichen rückte sofort aus und konnte die Familie rasch und sicher aus dem Gefahrenbereich bringen.


Foto: © FF Innichen



Besonders dramatisch: Nur wenige Augenblicke zuvor war ein großer Felsblock nur wenige Meter vor dem Fahrzeug talwärts gedonnert und hatte die Straße gekreuzt, bevor er im Bereich des Klammschlössl zum Stillstand kam.


Auch mehrere Anwohner in unmittelbarer Nähe wurden vorsorglich evakuiert, da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Erd- oder Gesteinsmassen nachrutschen könnten. Erst nach eingehender Lagebeurteilung durch die Einsatzkräfte konnte Entwarnung gegeben werden.

Erde zitterte unter Felsblock

Ein Anwohner berichtete, dass der vorbeidonnernde Felsblock das Erdreich stark erschüttert habe – zunächst habe man an ein Erdbeben gedacht.

Foto: © FF Innichen


Bergstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Auch die darunterliegende Pustertaler Staatsstraße wurde teilweise von Schlammresten erreicht, es bestand dort jedoch zu keinem Zeitpunkt unmittelbare Gefahr. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesstraßendienst wurde die Straße rasch gereinigt.


Die Bergstraße zwischen Haselsberg und Innichberg bleibt im betroffenen Bereich bis auf Weiteres gesperrt. Heute werden Geologen und Fachkräfte die Lage vor Ort genauer beurteilen.

stol

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