Sonntag, 28. September 2025

Flotille für Korridor für Hilfsgüter nach Gaza

Die Organisatoren der Gaza-Hilfsmission „Global Sumud Flotilla“ haben ihre Bereitschaft signalisiert, an einer Lösung für einen dauerhaften humanitären Korridor nach Gaza mitzuarbeiten. Über diesen Korridor sollten die Hilfsgüter geliefert werden, die sich derzeit an Bord der Flottille-Boote befinden, teilte das „Global Movement to Gaza“ nach Gesprächen mit dem italienischen Außenminister Antonio Tajani am Samstagabend mit.

Die Organisatoren der Gaza-Hilfsmission „Global Sumud Flotilla“ haben ihre Bereitschaft signalisiert, an einer Lösung für einen dauerhaften humanitären Korridor nach Gaza mitzuarbeiten. - Foto: © ANSA / ANSA/Orietta Scardino

„Die Situation ist für mich besorgniserregend, denn wir wissen nicht, was passieren könnte. Die Italiener befinden sich auf verschiedenen Booten – nicht alle unter italienischer Flagge“, sagte Tajani nach einem Telefonat mit Maria Elena Delia, Sprecherin des „Global Movement to Gaza“.

Tajani: Italien kann keinen militärischen Schutz gewähren

Tajani erklärte, dass Italien den Booten der Flottille keinen militärischen Schutz gewähren könne. „Italienische Marineschiffe werden die Boote, die die israelische Blockade vor Gaza durchbrechen wollen, nicht begleiten“, sagte der Minister laut Medienberichten vom Samstagabend. Er habe die israelische Regierung mehrfach gebeten, die Unversehrtheit der Menschen an Bord zu gewährleisten und gewaltfrei vorzugehen.
„Wir hoffen, dass der gesunde Menschenverstand siegt und die Worte von Präsident Sergio Mattarella Gehör finden. Wir können nur vermitteln und die Arbeit des Patriarchats unterstützen. Appelle zur Vorsicht kann es nie genug geben“, so Tajani.

Mattarella hatte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Flottille eindringlich gebeten, ein Angebot der katholischen Kirche anzunehmen. Dieses sieht vor, die Hilfsgüter zunächst nach Zypern zu bringen, damit sie von dort aus vom Lateinischen Patriarchat von Jerusalem sicher nach Gaza weitergeleitet werden – auch, um die Sicherheit der Menschen an Bord zu gewährleisten. Unter ihnen befinden sich 58 italienische Staatsbürger, darunter vier italienische Parlamentsabgeordnete.

apa

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