Der Landesbeirat für Chancengleichheit verurteilt die schweren und wiederholten Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime, die insbesondere Frauen, alle an den Protesten beteiligten Menschen sowie Angehörige der LGBTQIA+-Community treffen, die Ziel besonders harter Verfolgung, Diskriminierung und Repression sind.
„Zu den Forderungen nach bürgerlichen und politischen Freiheiten kommt eine dramatische wirtschaftliche Krise hinzu, geprägt von hoher Inflation, weit verbreiteter Armut und wachsender Prekarität. Diese Situation trifft Frauen in unverhältnismäßigem Ausmaß und macht eine strukturelle Tatsache deutlich: Ohne wirtschaftliche Unabhängigkeit ist es ungleich schwieriger, für die eigenen Rechte zu kämpfen, sich Gewalt zu entziehen, Diskriminierungen entgegenzutreten und die eigene Selbstbestimmung durchzusetzen“, schildern Oberhammer und Mazzardis.
„Sehen es als Pflicht, unsere Stimme zu erheben“
Der außergewöhnliche Mut der iranischen Frauen, Freiheit, Gleichheit und grundlegende Menschenrechte einzufordern, stelle eine der höchsten Ausdrucksformen von Demokratie dar und erinnere an das Wesen des demokratischen Lebens selbst – gegründet auf Freiheit, aktive Beteiligung und den unveräußerlichen Respekt vor den Rechten jedes einzelnen Menschen.„Als Landesbeirat für Chancengleichheit sehen wir es als unsere Pflicht an, unsere Stimme zu erheben – in der Überzeugung, dass internationale Solidarität und klare Stellungnahmen demokratischer Institutionen wesentliche Instrumente sind, um jene zu unterstützen, die sich auch unter Lebensgefahr gegen Unterdrückung und Unrecht zur Wehr setzen“, heißt es in der Stellungnahme abschließend.

