Donnerstag, 4. Dezember 2025

Gefälschte Zweisprachigkeitsnachweise: Entlassungen – Fünf Ärzte im Visier

Im Rahmen von Ermittlungen der Bozner Staatsanwaltschaft zum Verdacht der Fälschung von Sprachzertifikaten wurden bereits einige Krankenpfleger und Ärzte aus dem Sanitätsbetrieb entlassen, heißt es in einer Aussendung der Justizbehörde. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft am Rechnungshof wurden indes fünf weitere Ärzte ins Visier genommen.

Im Sanitätsbetrieb wurde Personal bereits entlassen, weil es gefälschte Sprachzertifikate vorgelegt hatte – nun gerieten fünf Ärzte ins Visier der Justiz.

Wie die Staatsanwaltschaft in einer Aussendung mitteilt, sind derzeit eingehende Kontrollen im Rahmen der Ermittlungen zu gefälschten Sprachzertifikaten im Südtiroler Sanitätsbetrieb im Gange.

Sie werden von der wirtschafts- und finanzpolizeilichen Einheit der Finanzpolizei gegenüber öffentlichen Bediensteten durchgeführt, die gefälschte Sprachzertifikate vorgelegt haben sollen, um den Zweisprachigkeitsnachweis zu erlangen, der in Südtirol für eine unbefristete Anstellung im öffentlichen Dienst erforderlich ist.


Ins Rollen gebracht wurden die Ermittlungen durch Meldungen des Amtes für Landessprachen. Die festgestellten Unregelmäßigkeiten haben in letzter Zeit beim Südtiroler Sanitätsbetrieb bereits zur Entlassung einiger Ärzte bzw. Ärztinnen und Krankenpfleger bzw.
Krankenpflegerinnen geführt, heißt es in der Aussendung der Staatsanwaltschaft.

Fünf Ärzte im Visier

Heute Vormittag hat die Finanzwache Verfügungen vollstreckt, die von der Staatsanwaltschaft beim Landesgericht Bozen und von der Staatsanwaltschaft beim Rechnungshof erlassen worden sind, um zu prüfen, ob weitere Fälle von gefälschten Sprachzertifikaten vorliegen. Eine erste Überprüfung hat Unregelmäßigkeiten in Bezug auf fünf Ärzte bzw. Ärztinnen der Notaufnahme und der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin des Bozner Krankenhauses ergeben.

stol

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