Freitag, 16. Januar 2026

Geringere Steinschlaggefahr: Räumung von Schnalserbach hat begonnen

Geschätzte 30.000 bis 40.000 Kubikmeter Material lagerten sich bei Rutschungen im vergangenen Jahr im Schnalserbach ab – bislang war die Lage zu gefährlich, um mit den Räumungsarbeiten zu beginnen. Jetzt sind „die Böden ausgetrocknet und gefroren, die Steinschlaggefahr hat sich dermaßen, verringert, dass wir eine Sofortmaßnahme umsetzen können“, berichtet Martin Eschgfäller vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West.

Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West i räumt seit dem 8. Jänner mit vier Baggern das Material aus dem Bachbett und lagert es vorübergehend auf dem nahegelegenen Forstweg ab. - Foto: © LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West/Martin Eschgfäller




Große Rutschungen gingen im Vorjahr oberhalb der Pfossentaler Einfahrt ab, wobei sich geschätzte 30.000 bis 40.000 Kubikmeter Material im Schnalserbach ablagerten. Bis jetzt war die Situation zu gefährlich, um mit den Räumungsarbeiten zu beginnen, da die Gefahr bestand, dass Steine oder Geröll nachrutschen.


Foto: © LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West/Martin Eschgfäller


Seit einer Woche mit Räumungsarbeiten beschäftigt

„Weil derzeit die Böden ausgetrocknet und gefroren sind, hat sich die Steinschlaggefahr dermaßen verringert, dass wir nun eine Sofortmaßnahme umsetzen können“, berichtet Martin Eschgfäller vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz: Die Gruppe mit Vorarbeiter Martin Müller räumt seit dem 8. Jänner das Material aus dem Bachbett und lagert es vorübergehend auf dem Uferbegleitweg ab. Durch die Räumung erhält der Schnalserbach wieder mehr Platz, und der Hochwasserschutz wird dadurch erhöht. Von links einstoßende Murkegel haben den Bach nach rechts gedrückt, wodurch die darüberliegende Landesstraße ins Schnalstal unterspült wurde.



Foto: © LPA/Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West/Martin Eschgfäller


Abschluss voraussichtlich am 23. Jänner

Durch die Arbeiten der Wildbachverbauung in Abstimmung mit dem Landesstraßendienst und dem Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung wird der Schutz für die Landesstraße als einzige Verbindung ins Schnalstal erhöht.

Die Bauarbeiter schließen – je nach Witterung und Temperaturen – die Arbeiten voraussichtlich am 23. Jänner ab. In diese Sofortmaßnahme werden 85.000 Euro investiert.

lpa

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