Sonntag, 12. April 2026

Gestrandeter Wal atmet schwächer

Der vor der deutschen Insel Poel gestrandete Wal atmet im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer. Es werde untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, sagte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums am Sonntag.

Ein Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. - Foto: © APA/DPA / MARCUS GOLEJEWSKI

Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Zustands. Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das kein Hinweis auf Verbesserung.

Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert. Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.

Der verletzte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um das Tier in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.

150 Personen demonstrierten für Rettung des Tieres

Samstagmittag bildeten etwa 150 Menschen im Hafen eine Menschenkette, um für die Rettung des Meeressäugers zu demonstrieren, sagte eine Polizeisprecherin. Einige Stunden später versammelten sich laut Polizei am Kirchdorfer Hafen auf der Insel Poel ebenfalls etwa 170 Menschen, um für die Rettung des Wals einzutreten. Zudem habe es auf der Insel am Samstag weitere spontane Versammlungen mit gleicher Intention gegeben - eine führte bis an den Sperrbereich.

apa

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