Dienstag, 22. Juli 2025

Getötete Bärin F36: Zwei Jäger im Visier der Justiz

Die Trienter Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung des Verfahrens gegen jene Jäger beantragt, die im Verdacht standen, die Bärin F36 getötet zu haben. Dagegen erhoben Tierschutzorganisationen Einspruch – und nun ordnete der U-Richter die zwangsweise Anklageerhebung gegen zwei der Verdächtigen beschlossen.

Die als Problembärin bekannte F36 wurde im September 2023 tot im Wald gefunden. - Foto: © ANSA / INTERNET / WEB


Der Kadaver der Bärin F36 war im September 2023 im Bondonetal in der Trentiner Gemeinde Sella Giudicarie entdeckt worden. Sie war nach einem Schuss im Brustbereich verendet, wie aus den Ermittlungen hervorging.


In das Ermittlungsregister eingetragen wurden in der Folge vier Jäger im Alter zwischen 30 und 70 Jahren – alle vier sind in der Gegend von Sella Giudicarie wohnhaft. Sie sollen am Tag, an dem die Bärin getötet wurde, in derselben Gegend auf der Pirsch gewesen sein.


Ermittelt wurde wegen Tiertötung (Art. 544 StGB). Nach Abschluss der Ermittlungen hatte Staatsanwältin Patrizia Foiera jedoch einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens eingereicht.

Einige Tierschutzorganisationen (Lav, Lndc, Oipa und Leal) haben dagegen Einspruch eingelegt und die Fortführung der Ermittlungen gefordert ( STOL hat berichtet).

Den Einspruch nahm der U-Richter an – und ordnete nun die zwangsweise Anklageerhebung gegen zwei der Verdächtigen. Damit könnte ein Gerichtsverfahren gegen die beiden eingeleitet werden.

stol

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