Freitag, 18. April 2025

Brutale Attacke mitten in Bozen: Ex-Frau mit Fausthieben ins Gesicht geschlagen

Einmal mehr wurde die Polizei zu einem Einsatz gerufen, bei dem eine Frau gewalttätig attackiert wurde. Dank des raschen Eingreifens der Behörden konnte glücklicherweise Schlimmeres verhindert werden. Der Angreifer wurde festgenommen.

Eine Frau wurde mitten in Bozen brutal attackiert. - Foto: © Shutterstock / shutterstock

Am gestrigen Donnerstagmorgen ging bei den Beamten der Bozner Quästur ein Notruf aufgrund eines gewalttätigen Angriffs auf eine Frau im Neubruchweg ein. Eine Streife machte sich daraufhin umgehend auf den Weg zum Ort des Geschehens.

Beim Eintreffen entdeckten sie einen Mann, der eine Frau beschimpfte, heftig schubste und mit Faustschlägen attackierte. Als der Angreifer die Polizisten bemerkte, versuchte er, in die Europaallee zu fliehen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten den Mann stoppen.

In der Zwischenzeit kamen die Beamten eines weiteren Streifenwagens der Frau zu Hilfe, die durch die Faustschläge im Gesicht verletzt worden war. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Mann um ihren Ex-Partner, einen 50-jährigen Bozner. Sie hatte ihn bereits in der Vergangenheit wegen Misshandlung angezeigt.

Bis in Gebäude verfolgt und brutal attackiert

Die Frau erzählte, dass sie ihrem Ex-Partner kurz zuvor bei einem Spaziergang begegnet sei und dieser daraufhin 100 Euro von ihr verlangt habe. Als die Frau sich weigerte, ihm das Geld zu geben, drohte er ihr zunächst mit dem Tod und begann dann, sie heftig zu schlagen.

Das verängstigte Opfer versuchte zu fliehen und rettete sich in ein Gebäude, wurde dort jedoch von dem Schläger eingeholt. Er warf sie wütend zu Boden, riss ihr die Sonnenbrille vom Kopf und prügelte auf sie ein. Nur dem schnellen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden konnte.

Der 50-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen festgenommen. Quästor Paolo Sartori hat zudem eine Präventionsmaßnahme gegen den Mann erlassen.

„Die Fälle, in denen Polizeikräfte zu Gewalttaten gegen Frauen gerufen werden, reißen nicht ab“, erklärte Quästor Sartori. „Sie sind Ausdruck tief verwurzelter kultureller Probleme, denen sich zu viele Frauen hilflos ausgeliefert fühlen. Auch dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie notwendig die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, lokalen Behörden, Anti-Gewalt-Zentren und ehrenamtlichen Organisationen ist“, so Sartori.

Die Staatspolizei stehe hier seit jeher an vorderster Front – auch mit speziellen Projekten, um Wege der Aufklärung und des Bewusstseins zu fördern und Opfer zu ermutigen, sich Hilfe zu holen und erlebte Gewalt zur Anzeige zu bringen, betont der Quästor abschließend.

jno

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