Dienstag, 13. Januar 2026

Glatteis-Gefahr in Deutschland und Österreich: Unfälle und Flughafen außer Betrieb

Das Sturmtief „Gunda“ hat vielerorts in Deutschland und Österreich ein Verkehrschaos verursacht. Es gab zahlreiche Unfälle, auch in den Notaufnahmen war die Belastung entsprechend hoch. Am Flughafen Wien in Schwechat wurde der Betrieb am heutigen Dienstag witterungsbedingt vorläufig eingestellt.

Ein mit Glatteis bedeckter Gehsteig, aufgenommen am heutigen Dienstag in Wien. - Foto: © APA / GEORG HOCHMUTH

Blitzeis hat den Betrieb auf dem Flughafen Wien zeitweise lahmgelegt. Rund 140 Flüge seien in irgendeiner Form davon betroffen gewesen, sagte ein Flughafensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Flüge seien abgesagt oder umgeleitet worden, andere Maschinen seien erst mit Verzögerung gestartet. Gegen Mittag wurde der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen, wie der Sprecher weiter sagte. Bis sich der Flugbetrieb wieder völlig normalisiere, werde es wohl bis Mittwoch dauern.

Auch Flughäfen Bratislava und Budapest gesperrt

In der Nacht war in Wien leichter Schneefall erst in Schneeregen und dann in Regen übergegangen. Der Niederschlag gefror auf den eiskalten Böden immer wieder neu. Trotz des Einsatzes der Räumfahrzeuge war kein Flugbetrieb möglich.

Auch die nahe gelegenen Flughäfen Bratislava und Budapest mussten wetterbedingt gesperrt werden. Der nur rund 50 Kilometer von Wien entfernte Airport der slowakischen Hauptstadt Bratislava konnte deshalb nicht wie sonst gelegentlich als Ausweichmöglichkeit für Wien dienen.

Verletzte in Niederösterreich und Burgenland

Der gefrierende Regen sorgte im Osten Österreichs für Glatteis und damit für Beeinträchtigungen im Verkehr. In Niederösterreich waren die Feuerwehren in allen Landesteilen stark gefordert. Seit Montag, 18.00 Uhr, wurden insgesamt rund 70 Fahrzeugbergungen gezählt, teilte Klaus Stebal vom Landeskommando auf Anfrage mit.

Bei den ÖBB gab es eine Reisewarnung. Nicht dringende Reisen sollen verschoben werden. Es kam zu zahlreichen Streckenunterbrechungen und Ausfällen.

Im Nordburgenland hat das starke Glatteis am heutigen Dienstag in der Früh dafür gesorgt, dass sich zahlreiche Menschen bei Stürzen verletzt haben. Die Unfallambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt verzeichnete am Vormittag bereits die ersten Verletzten und rechnete bis Mittag mit vermehrtem Zustrom. Es wurde appelliert, nicht notwendige Wege zu unterlassen.

Am Wochenende landeten viele Ausflügler nach Stürzen beim Eislaufen und Spazieren am zugefrorenen Neusiedler See im Spital.

Etliche Unfälle in Norddeutschland und Bayern

Wegen Glatteis ist es auf der A9 bei Bayreuth in Bayern zu mehreren Unfällen gekommen. Die Autobahn wurde deshalb in beide Richtungen zwischenzeitlich komplett gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der Glätte hätten die Bergungsarbeiten eine besondere Herausforderung dargestellt. Ein Polizeisprecher schätzte die Dicke des Eises auf der Fahrbahn auf bis zu zwei Zentimeter.

Eisregen hat in Norddeutschland zu spiegelglatten Straßen und etlichen Unfällen geführt. Rettungsfahrzeuge hatten Probleme, auf den spiegelglatten Straßen zu den Unfallstellen zu gelangen, wie es hieß.
Allein auf der Autobahn A7 ist es wegen einsetzender Glätte zwischen Henstedt-Ulzburg und Hamburg gleich zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen, wie die Polizei mitteilte. „Es gab sehr viele Unfälle, aber meistens blieb es bei Blechschäden“, sagte ein Sprecher. Die Autobahn 7 musste zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn in Richtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden.

Die Feuerwehr berichtete von einer Massenkarambolage mit acht beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden vier Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei einem weiteren Unfall stießen drei Fahrzeuge zusammen – zwei Menschen wurden verletzt. Bei einem Fahrzeug handelte es sich um einen Viehtransporter mit Rindern. Einige Tiere mussten getötet werden.

apa/dpa

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