Laut ISTAT (2023) übernehmen Frauen in italienischen Paarhaushalten 61,6 Prozent der unbezahlten Arbeit. Der Gender Equality Index 2025 zeigt ebenfalls deutliche Unterschiede bei Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege. Auch in Südtirol sind strukturelle Effekte sichtbar: Ein Großteil der Teilzeitstellen in Verwaltung und Unternehmen ist von Frauen besetzt.
Die Gleichstellungsrätin fordert daher einen entschlossenen Ausbau der Kinderbetreuungs- und Pflegeangebote, die rasche Umsetzung der EU-Richtlinie 970/2023 zur Entgelttransparenz sowie wirksame Maßnahmen gegen die geschlechtsspezifische Segregation am Arbeitsmarkt. „Eine faire Verteilung der Sorgearbeit hängt nicht allein von individuellen Entscheidungen ab“, so Hofer abschließend.

