„Der Schulstart soll von Verständnis, Rücksichtnahme und klarer Struktur geprägt sein. Ziel ist es, Halt zu geben, Sicherheit zu vermitteln und gemeinsam mit allen Beteiligten Schritt für Schritt in einen Alltag zurückzufinden, der Mut macht und neue Perspektiven eröffnet“, ist der Aussendung zu entnehmen. Die Polizei werde in angemessenem Ausmaß bei der Schule präsent sein.
Parallel dazu wurden auch die nächsten Schritte für die Neugestaltung des Standorts gesetzt: die beiden vom Amoklauf hoch belasteten Klassenräume sollen aufgelassen und umgewidmet werden. Die WC-Anlagen werden umgestaltet - inklusive jener, in der sich der Amokschütze das Leben genommen hat. Zudem ist eine umfangreiche Oberflächensanierung für Klassen- und Gemeinschaftsräume vorgesehen. Es sollen offene Lernzonen und Rückzugsbereiche eingerichtet werden, um Begegnung und konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. Unter der Anleitung des steirischen Künstlers Andreas Stern wird darüber hinaus in Projektarbeit gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften eine kreative Gestaltung des Schulgebäudes entwickelt.
Beschlossen wurde auch, dass ein professionelles Team aus Psychologinnen und Psychologen, Beratungslehrkräften und Schulsozialarbeit die Schulgemeinschaft langfristig begleiten und vom ersten Schultag an täglich vor Ort präsent sein soll. In Workshops für Lehrkräfte in der letzten Ferien- und ersten Schulwoche werden traumapädagogische Kompetenzen vermittelt. Für Schülerinnen und Schüler läuft über die gesamten Sommerferien hinweg ein umfangreiches Unterstützungsprogramm mit psychosozialer Betreuung und Förderunterricht. Die kommenden Wochen werden nun noch zur konkreten Vorbereitung des ersten Schultags und der ersten Schulwoche genutzt. Weitere Sitzungstermine der Steuerungsgruppe sind auch noch in den kommenden Wochen geplant.

