Dienstag, 12. August 2025

Großbrand an den Hängen des Vesuvs: Hilfe aus Südtirol unterwegs

Ein verheerendes Feuer frisst sich seit Tagen die Hänge des Vesuvs hinauf. Nun macht sich ein Hilfskonvoi aus Südtirol auf den Weg, um den Einsatzkräften vor Ort beizustehen.

Gruppenbild zum Abschied mit dem stellvertretenden Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer in der Mitte. - Foto: © LPA/Maja Clara

Der Hilfskonvoi mit einem Kommandofahrzeug mit zwei Offizieren der Berufsfeuerwehr und einer Führungskraft des Landesforstkorps sowie drei Waldbrandeinheiten und einem Tanklöschwagen ist am heutigen Dienstag um 13 Uhr vom Sitz der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen Richtung Neapel aufgebrochen. Neben sechs Berufsfeuerwehrmännern sind auch vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus den Bezirken Obervinschgau und Untervinschgau dabei.

Vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren der Bezirke Obervinschgau und Untervinschgau sind im Südtiroler Hilfszug dabei, zwei sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Prad, je einer ist Mitglied der Feuerwehren Martell und Goldrain. - Foto: © LPA/Maja Clara



„Das Hilfsansuchen kam von der nationalen Zivilschutzbehörde in Rom, die um Verfügbarkeit angefragt und uns nach unserer positiven Antwort am 11. August aktiviert hat“, berichtet der stellvertretende Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer. Der Hilfskonvoi aus Bozen mit dem Kommandofahrzeug an der Spitze, zwei Geländefahrzeugen, einem kleineren Löschfahrzeug und einem Tanklöschfahrzeug mit Containeranhänger mit jeweils zwei Feuerwehrleuten wird voraussichtlich am 12. August kurz vor Mitternacht in Neapel eintreffen und sich im Netzwerk des Zivilschutzes am Schutz des Naturerbes und der Sicherheit der Menschen beteiligen, die rund um den Vulkan leben und arbeiten.

Der Hilfszug aus Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren ist am 12. August vom Sitz der Berufsfeuerwehr an der Drususallee in Bozen mit Kommandofahrzeug und drei Waldbrandeinheiten Richtung Süden gestartet. - Foto: © LPA/Maja Clara



Ein Großbrand wütet derzeit in einem Gebiet mit Pinien und Gebüsch an den Hängen des Vesuvs, die hohe Rauchsäule ist von Neapel aus sichtbar. Vor Ort sind die Mannschaften des Zivilschutzes aus verschiedenen Regionen im Einsatz, um das Feuer im Nationalpark des Vesuvs auf einer Höhe von 1050 Metern zu löschen, darunter auch Löschflugzeuge.

Kolonne auf den Weg geschickt: (von links) Zivilschutz-Bereitschaftsdiensthabender Jonas Hochkofler, stellvertretender Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer, Bezirksfeuerwehrpräsident Untervinschgau und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Roman Horrer, Berufsfeuerwehroffizier Marco Baldasso. - Foto: © LPA/Maja Clara



Die Flammen, die durch Wind und hohe Temperaturen angefacht werden, hatten sich am 8. August rasch den Berghang hinauf ausgebreitet. In Neapel wurde ein Lagezentrum eingerichtet, an dem alle zuständigen Behörden teilnehmen, um die Notlage zu bewältigen.

Vor dem Start: Berufsfeuerwehroffizier Martin Gasser (links) führt die Kolonne an, die von Bezirksfeuerwehrpräsident Untervinschgau Roman Horrer in Vertretung des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren verabschiedet wurde. - Foto: © LPA/Maja Clara



Zwischen dem 1. Jänner und dem 31. Juli dieses Jahres wurden in Italien 851 größere Brände verzeichnet, bei denen insgesamt 56.263 Hektar Land zerstört wurden.

Auch das Landesforstkorps ist bei dem Einsatz vertreten: (im Bild links) der Direktor des Landesamtes für Forstplanung Marco Pietrogiovanna im Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer. - Foto: © LPA/Maja Clara

lpa/stol

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