Am gestrigen Donnerstag brachte eine Südströmung 15 bis 30 Zentimeter Schnee ins Land. Gleichzeitig wehte starker bis stürmischer Wind, der den frischen Schnee intensiv verfrachtet hat. Oberhalb der Waldgrenze bildeten sich daher verbreitet neue Triebschneepakete – auf allen Expositionen.
Steile Hänge über 30 Grad sollten derzeit gemieden werden
Besonders kritisch ist, dass sich der Neu- und Triebschnee auf einer schwachen Altschneedecke ablagert. Schneedeckenuntersuchungen sowie zahlreiche Alarmzeichen wie Risse, Setzungsgeräusche, Fernauslösungen und spontane Lawinen bestätigen die Instabilität. Lawinen können auch aus der Distanz ausgelöst werden.Es ist mit weiteren spontanen Abgängen zu rechnen, vereinzelt auch größeren. Steile Hänge über 30 Grad sollten derzeit gemieden werden, große Zurückhaltung ist angebracht. Bereits in den vergangenen Tagen kam es zu mehreren Lawinenabgängen und Unfällen. Die Lage bleibt angespannt, auch weil weiterer Neuschnee und anhaltend starker Wind prognostiziert sind.
Sperrungen von Pisten, Loipen und Wanderwegen sind unbedingt zu beachten. Neben spontanen Lawinenabgängen sind auch kontrollierte Lawinensprengungen möglich.

