Sonntag, 29. Juni 2025

Große Störungen im norditalienischen Flugverkehr

Im Flugverkehr über dem Nordwesten Italiens ist es am Samstagabend zu erheblichen Störungen gekommen. Aufgrund eines technischen Defekts im Luftraumkontrollzentrum von Mailand musste der Luftraum über den norditalienischen Regionen Lombardei, dem Piemont und Ligurien vorübergehend gesperrt werden. Über die Ursache des Defekts gab es keine Informationen.

Unter anderem war auch der Mailänder Flughafen Linate von den Ausfällen betroffen. - Foto: © APA/AFP/Archiv / MIGUEL MEDINA

Die betroffenen Regionen wurden auf der Flugüberwachungsplattform „FlightRadar24“ gegen 21 Uhr deutlich sichtbar, wo über Norditalien eine auffällige „Lücke“ im Flugverkehr zu sehen war, wie italienische Medien berichteten.

Der Grund für den Ausfall war eine Störung im sogenannten E-Net, einem Übertragungsnetzwerk, das die Kontrollzentren der italienischen Flugsicherung ENAV mit den Flughäfen verbindet. Dieses System überträgt entscheidende Informationen wie Radardaten, Wetterberichte und Nachrichten an die Flugzeugcockpits.

Flüge gestrichen oder umgeleitet

Zahlreiche Flüge wurden entweder gestrichen, oder umgeleitet
Als das System am Abend versagte, war eine sichere Koordination des Flugverkehrs nicht mehr gewährleistet. In der Folge mussten zahlreiche Flüge entweder gestrichen, erheblich verspätet oder auf andere Flughäfen umgeleitet werden.

Besonders betroffen waren die Flughäfen Mailand Malpensa, Mailand Linate, Turin, Genua und der Flughafen Orio al Serio bei Bergamo. Viele Passagiere saßen in den Terminals fest oder mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Störung verursachte ein erhebliches Durcheinander und führte zu einer angespannten Lage an den Flughäfen.

Ein sogenannter NOTAM (Notice to Airmen) – eine offizielle Mitteilung für die Luftfahrt – informierte darüber, dass der Luftraum bis mindestens 23 Uhr gesperrt bleibt. Die Techniker arbeiteten mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben, doch ein genaues Ende der Ausnahmesituation konnte zunächst nicht genannt werden. Reisenden wurde dringend geraten, sich direkt auf den Webseiten der jeweiligen Flughäfen oder Fluggesellschaften über den aktuellen Status ihrer Flüge zu informieren.

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