Samstag, 12. Juli 2025

Grundbesitzer auf der Seceda wehren sich: „Drehkreuz ein symbolischer Appell“

Der Wanderweg auf der Seceda steht erneut im Zentrum der öffentlichen Diskussion. Nun melden sich die Grundeigentümer zu Wort: Sie betonen, dass die Errichtung eines Drehkreuzes ein symbolischer Akt gegen die Belastungen des Massentourismus sei.

Die Errichtung eines Drehkreuzes sorgte international für Schlagzeilen. - Foto: © ANSA / HANDOUT JOSEF DORFMANN - DREHKRE

Die Errichtung eines Drehkreuzes auf der Seceda sorgte über die Landesgrenzen hinaus für Kritik. In einer gemeinsamen Pressemitteilung wehren sich die Eigentümer der betroffenen Almwiesen nun gegen die öffentliche Kritik.

Sie stellen klar, dass der gesperrte Wegabschnitt ausschließlich zur PANA-Scharte führt, die seit Jahren ohnehin aus Sicherheitsgründen geschlossen ist. Entsprechend werde der Weg von Wanderern kaum noch genutzt. Eine darunter verlaufende Alternativroute, die ebenfalls über privates Gelände führt, bleibt weiterhin offen und begehbar.

Bereits Anfang Mai hatten die Eigentümer die bevorstehende Schließung des Weges samt geplanter Errichtung eines gesetzeskonformen Drehkreuzes den zuständigen Behörden gemeldet. Eine Rückmeldung sei bis heute ausgeblieben. Die betroffenen Almwiesen befinden sich in Privatbesitz und werden landwirtschaftlich genutzt, unter anderem zum Mähen und zur Weidewirtschaft.

Massentourismus hinterlässt Spuren

In ihrer Stellungnahme weisen die Eigentümer auf die zunehmend untragbaren Zustände hin, die der Tagestourismus mit sich bringe. Der tägliche Ansturm auf die Hochflächen führe zu Schäden, Verschmutzung durch Müll und Fäkalien sowie zum wiederholten Verlassen der gekennzeichneten Wege. Trotz mehrfacher Gesprächsangebote an Gemeinde, Tourismusverein, Forststation und Liftgesellschaft habe man bisher keine tragfähige Lösung gefunden.

Ein weiterer Beweggrund für die Sperre sei die Gefährdung der Sicherheit, nachdem es auf dem gesperrten Abschnitt ein der Vergangenheit wiederholt zu Unfällen gekommen war. Am 28. Juli 2021 verunglückte dort ein dänischer YouTuber tödlich.

Appell statt Ausschluss

Die nun errichtete Absperrung durch ein nicht aktiviertes Drehkreuz soll vor allem ein Appell an Politik und Tourismusverantwortliche sein, sich ernsthaft mit den Folgen des unregulierten Besucherstroms auseinanderzusetzen. „Wir wollen keinen Konflikt, sondern Lösungen. Aber wir fühlen uns allein gelassen“, heißt es von Seiten der Grundbesitzer.

STOL war vor Ort und hat bei den Wanderern nachgefragt, was sie davon halten:

stol

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden