„Vor allem entlang der Passstraßen, auf öffentlichen Parkplätzen und an touristisch stark besuchten Orten und Sehenswürdigkeiten parken immer mehr Camper und Wohnmobile ohne Genehmigung. Dies führt nicht nur zu einer Belastung der Natur und Umwelt, sondern auch zu Verschmutzung sowie Problemen in Bezug auf Sicherheit und Parkplatzverfügbarkeit“, unterstreicht HGV-Präsident Klaus Berger in einer Aussendung.
Für mehr Umweltschutz und Fairness im Tourismus
Aus diesem Grund hatte neben mehreren Südtiroler Gemeinden auch der HGV beim Südtiroler Gemeindenverband einen Antrag auf eine strengere Verordnung gestellt. Die bisherige Situation war für viele Gemeinden nur schwer zu kontrollieren, da es an eindeutigen Vorgaben und Sanktionen fehlte.Der HGV sieht in der Vorlage des Südtiroler Gemeindenverbandes einen wichtigen Schritt zu mehr Verbindlichkeit und Klarheit. Sie gibt den Gemeinden die Möglichkeit, auf lokale Herausforderungen angemessen zu reagieren und gleichzeitig ein einheitliches Vorgehen in ganz Südtirol zu fördern.
Musterverordnung für Gemeinden
„Die Verordnung soll nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch für mehr Fairness im Tourismus sorgen. Während Campingplätze und Beherbergungsbetriebe strengen Vorgaben unterliegen, Investitionen tätigen und deren Gäste die Ortstaxe bezahlen, entfallen diese Aspekte beim Phänomen des Wildcampens vollständig“, erklärt HGV-Direktor Raffael Mooswalder.Der HGV hofft nun, dass die Musterverordnung von möglichst vielen Gemeinden übernommen wird und dadurch ein starkes Zeichen für die Eindämmung dieses Phänomens gesetzt wird, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

